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SPIRITED teilt das Schicksal der meisten zeitgenössischen Weihnachtsfilme: Sie wollen ihre Plätzchen essen, aber gleichzeitig behalten. Sprich – sich über Weihnachtsklischees lustig machen, um sie gleich danach nach allen Regeln des Weihnachtsfilms zu bedienen. Das macht auch diesen Film zu einem eher gemäßigten Vergnügen. 

Die modernisierte Meta-Variante von Dickens‘ „Christmas Carol“ hat durchaus ihre Momente – aber nicht genügend für 135 Minuten Laufzeit. Das liegt zum Großteil an den Songs. 

Denn, ja, SPIRITED ist ein echtes Musical mit rund einem Dutzend Songs. Die Lieder des Teams von LA LA LAND und THE GREATEST SHOWMAN gehen alle ok, wirkliche Hits oder Ohrwürmer sind allerdings nicht darunter und auch wenn einige von ihnen ironisch gebrochen werden, ziehen sie die ohnehin recht dünne Story unnötig in die Länge und gehören einfach zu den schwächeren Szenen des Films. 

Das Zusammenspiel von Ferrell und Reynolds macht durchaus Laune, man wünscht ihnen nur bessere Dialoge und, ja, einen besseren Film.

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