Review

iHaveCNit: Suzume (2023) – Makoto Shinkai – Wild Bunch
Deutscher Kinostart: 13.04.2023
gesehen am 16.04.2023
Cinestar Metropolis – Kino 5 – Reihe T, Platz 7 – 17:00 Uhr

Makoto Shinkai ist seit „Your Name“ auf meinem Radar erschienen. „Your Name“ hat sich 2018 in mein Herz gespielt und „Weathering With You“ hat dort auch zwei Jahre später weitergemacht. Dementsprechend war ich gespannt auf seinen neuen Film „Suzume“, der aktuell zurecht scheinbar trotz limitiertem Release wie auch seine Vorgänger ein großer Erfolg hierzulande wird und für mich vermutlich gegen Ende des Jahres der Nachfolger von Mamoru Hosodas „Belle“ aus 2022 wenn es um die Rolle des besten Animationsfilms des Jahres geht.

Die 17-jährige Suzume lebt bei ihrer Tante in einer eher ländlicheren Gegend Japans. Sie trifft eines Tages morgens auf dem Weg zur Schule auf einen mysteriösen Mann, der sie nach einer Ruine in der Nähe der Stadt fragt. Von ihm fasziniert macht sie sich selbst auf dem Weg ihm in die Ruine zu folgen. Dort sieht sie eine geheimnisvolle Tür und es kommt zu einem mysteriösen Zwischenfall, der eine katastrophale Kettenreaktion auslöst, die sie auf eine Reise durch Japan führen wird, um die Katastrophe zu stoppen.

„Suzume“ mag auf den ersten Blick mit seinem an einen Roadtrip erinnernden Abenteuer wie eine leicht repetitive Anreihung von diversen ähnlichen Momenten wirken. Und durchaus mag sich auch Shinkai mit einigen Elementen wiederholen, wenn es um die Einbindung von Katastrophen im nuklearen, klimatischen und Umweltbereich geht, die gekonnt mit fantastischen, mysteriösen Elementen kombiniert werden und es im Kern um Liebe, Dramen und Komödien geht. Dennoch möchte ich das Shinkai hier weniger ankreiden, denn es gibt ja auch genug andere Regisseure, die in ihren Filmen ähnliche Elemente immer wieder einbinden. Dennoch hat es Shinkai wieder einmal geschafft mich mitzureißen und emotional zu bekommen. Vor allem durch ein kleines Detail, das bei mir eine persönliche Bindung geschaffen hat, genau wie ein doch sehr komplexer und vielseitiger emotionaler Kern, der hier sehr fokussiert auf ein Element verdichtet worden ist und mich natürlich auch emotional bekommen hat. Über das Handwerk wenn es um den Animationsstil geht brauchen wir hier gar nicht zu sprechen, denn das, was Shinkai hier visuell abliefert ist einfach großartig. Ergänzt wird das auch noch durch einen schönen Soundtrack, was „Suzume“ zu einem audiovisuellen Erlebnis macht.

„Suzume“ – My First Look – 9/10 Punkte.

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