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Bereits lange vor der Erfolgsserie „Squid Games“ gab es diese Ausgangslage, in der einander Fremde in tödlichen Spielen gegeneinander antreten mussten. Dennoch müssen sich die Macher um Regisseur Aaron Mirtes den Plagiatsvorwurf gefallen lassen, denn sonderlich eigenständig erscheint die Geschichte wahrlich nicht.

Zwölf Influencer folgen der exklusiven Einladung des überaus erfolgreichen YouTubers Jaxpro, der zu einem vermeintlich lukrativen Wettbewerb eingeladen hat. Was niemand ahnt: Hinter dem Konzept bekannter Kinderspiele steckt tödlicher Ernst, denn nach acht Spielen wird nur noch ein Teilnehmer am Leben sein…

Frühere Pendants wie „Cube“ oder auch „Battle Royale“ waren seinerzeit erfrischend, doch inzwischen hat sich das Konzept ein wenig totgelaufen. Hier versucht man zwar teilweise den aktuellen Zeitgeist einzufangen, doch der Drahtzieher entpuppt sich als ausgesprochen flach und glanzlos. Unter den Teilnehmern findet sich indes der obligatorische fiese Falschspieler, eine Figur steht zwischen den Fronten, wogegen mindestens zwei Gutmenschen am Start sind, die sich im Zweifel eher selbst opfern würden, - so aus reiner Nächstenliebe einem Fremden gegenüber.

Entsprechend kommen mehr oder minder bekannte Spiele mit simplem Konzept zum Einsatz.
Das geht von „Simon Says“ über „Himmel und Hölle“, dazu gesellen sich schlichtes Verstecken und die „Reise nach Jerusalem“ und dies alles in einem durchaus brauchbaren Schlagabtausch, da die Pausen zwischen den Spielen nicht allzu lang ausfallen, was sich allerdings nachteilig auf die Figurenzeichnungen auswirkt. Etwas lahm ist hingegen alles außerhalb der Spieler, denn ob da eventuell eine Intrige anläuft oder einer der wenigen Bewacher falsch spielt, wird lediglich am Rande abgewickelt.

Jene bewaffneten Bewacher sorgen recht früh für einige Bluteinlagen, von denen manche leider überdeutlich als CGI auszumachen sind. Sobald der Vorschlaghammer des Vollstreckers in Form eines kostümierten Fuchses geschwungen wird, bleibt die Kamera im Off und man sieht allenfalls ein wenig Blutspritzen, was letztlich mit einer FSK16 konform geht.

Während zumindest die jeweiligen Spiele einigermaßen Suspense schüren, obwohl man sich die Reihenfolge der Ableben weit im Vorfeld ausmalen kann, wähnt man sich zwischenzeitlich eher bei einer Parodie, was nicht zuletzt am maßlosen Overacting zweier Figuren liegt. Ansonsten performt der Cast zweckdienlich, gleiches gilt für den Score.

Fans der oben genannten Serie dürften bei diesem eher preisgünstig produzierten Streifen nur gelangweilt mit den Schultern zucken, doch wer zumindest Freude an tödlichen Spielchen hat, geht nicht gänzlich leer aus.
5,5 von 10






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