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Die Stripperinnen Varla, Rosie und Billie sind von ihrem Job bedient und versuchen anders an Geld zu kommen. In der Wüste treffen sie auf Tommy und dessen Freundin Linda. Nach einem privaten Autorennen kommt es zum Streit und Varla bricht Tommy im Zweikampf das Genick. Nachdem Varla, die völlig hysterische Linda mit Drogen ruhig stellt, nehmen die Ladies die Weiterreise auf. Diese führt sie zu einer Tankstelle, wo sie von einer Farm erfahren, auf der ein querschnittsgelähmter Mann und seine zwei Söhne leben. Nebenher soll dort eine große Menge Geld versteckt sein. Das Ganze sollte die skrupellosen Damen vor kein großes Problem stellen, allerdings kommt alles anders als man denkt.

Faster, Pussycat! Kill! Kill! stammt aus der düsteren Schaffensphase von Russ Meyer und entstand nach Motorpsycho. Im Prinzip wollte Meyer in Faster, Pussycat! Kill! Kill! einfach nur die Parts vertauschen. Aus den drei Rockern in Motorpsycho, wurden drei wildgewordene Leather-Girls, gegen die die Biker aus Motorpsycho allerdings wie Chorknaben wirkten.

Tura Satana, Lori Williams und Haji sind für die jeweiligen Parts einfach perfekt gewählt worden. Tura Satana als skrupellose, gar satanisch wirkende Varla, Haji als die Varla hörige, Rosie, die scheinbar in einer lesbischen Beziehung zu Varla steht und Lori Williams als großmäulige und auch gegenüber Varla, furchtlose Billie. Meyer ist es hier gelungen die einzelnen Parts der Hauptdarstellerinnen ausgiebig zu beleuchten um dem Zuschauer, hinter der eiskalten Fassade, auch Schwächen der Ladies aufzuzeigen.

Die Kameraarbeit von dem mir gänzlich unbekannten Walter Schenk trägt zu einer brillanten Präsenz der Hauptdarstellerinnen bei und setzt diese so perfekt in Szene, dass sie zum Sympathieträger für den Zuschauer werden. Nebenbei erwähnt, kommt es bei Faster, Pussycat! Kill! Kill! zu keinerlei Nacktszenen, welche mit Sicherheit von dem ein oder anderen unbefangenen Zuschauer erwartet werden. Vielmehr ist Meyer hier auf den Rollentausch aus gewesen und hat den knallharten Männerpart, für die damalige Zeit ungewöhnlich, an den weiblichen Part übertragen. Das hier absolute Sympathien für die bösartigen Hauptdarstellerinen aufkommen, anstatt für die gute und ständig vor sich hin heulende Linda, sollte schon irgendwo verständlich sein.

Fazit:
Pussycat! Kill! Kill! ist ein Low Budget Projekt aus der Trash-Kiste, welches nur von einigen Wenigen geschätzt und geliebt wird und zum Wiederbeleben mit Sicherheit keinen Taratino braucht. Denn so cool wie Tura Satana, Lori Williams und Haji können heute eh keine Darstellerinnen sein.

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