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Der letzte Film von Sidaris in den Achtzigern, der erste Filme einer insgesamt fünf Produktionen umfassenden Bestellung seitens der Abnehmer, zu denen neben einer minimalen Kinoauswertung selbständig durch Malibu Bay Films vor allem auch die Kabelsender und die Video-Abspielstätten auf der ganzen Welt gehören. Das Rezept für die Filme ist mittlerweile bekannt sowohl seitens der Macher als auch des Publikums, werden hier nicht nur gleich mehrere beteiligte Personen der Vorgänger Hawaii Connection (1988) und Hard Ticket to Hawaii (1987) weitergeführt und ihre nächsten Abenteuer, sondern dies auch mit den gleichen Mitteln und wieder in gewohnt makelloser Umgebung erzählt. Was man mit den bisherigen Produktionen noch gemein hat, ist der Austausch des männlichen Protagonisten, der zwar hier wiederum zur Abilene - Verwandtschaft gehört, aber erneut vorgestellt werden muss; vom einstigen Hauptdarsteller (in Malibu Express) zu dessen verschiedenen Cousins und besseren Nebenpersonen, der die Girls nur am Unterstützen und im Grunde unwichtig und nur Beifang ist. Dabei ist dieser Film hier auch der erste, der schon im Titel eine deutliche Connection zu den anderen mehr oder minder verbundenen 'Triple B' - Reihe von Sidaris zählt: Return to Savage Beach (1998) sollte lange später und komplett adjustiert dieselbe Location noch einmal ansteuern und abermals die Suche nach einem sagenumworbenen Schatz erwähnen:

Nach einem dringenden Medikamentenflug nach Knox Island geraten die beiden undercover für die Regierung tätigen Donna Hamilton [ Dona Speir ] und Taryn [ Hope Marie Carlton ] in einen Sturz und müssen weitab von der Route auf einer scheinbar isolierten Insel notlanden. Doch bald wimmelt es dort nicht nur von bewaffneten Schergen, sondern sind auch Captain Andreas [ John Aprea ], der (scheinbare) Offizier Bruce Christian [ Bruce Penhall ] und der (ebenso scheinbare) philippinische Abgesandte Martinez [ Rodrigo Obregón ] anwesend, die im Auftrag des im Sterben liegenden Admiral Kenji Inada [ Dann Seki ] einen Goldschatz aus dem Zweiten Weltkrieg zu ihrem ursprünglichen Besitzer zurückbringen sollen; der Schatz wird allerdings seitdem noch bewacht, von einem japanischen Kämpfer [ Michael Mikasa ] nämlich. Während dessen und unruhig wegen der Abwesenheit der beiden Mädels, macht sich von Washington aus Shane Abilene [ Michael J. Shane ] auf die Suche nach den L.E.T.H.A.L. - Ladies.

Der Hauptplot ist dabei eher uninteressant, inspiriert von wahren Begebenheiten, die bei jedem Aufgeschlossenen die Geschichte von Hiro "Hiroo" Onoda und beim Sidaris eher die Erinnerung an Gilligans Insel und der Folge "So Sorry, My Island Now" sind; zumindest wird die Serie selber hier verbal als Referenz erwähnt. Nach einem generischen Vorspann, der den später eingeführten 'Wächter der Todesküste' hier noch Schattenübung mit dem Schwert vorm Sonnenaufgang führen lässt und einer Drogenrazzia am Hafen, die nach ein paar Schüsschen und einer Explosion des fliehen wollenden Transporters auch schon wieder vorbei ist, nehmen die Damen der Szenerie erstmal ausgiebig ein Bad im Jacuzzi. Brüste hier, Brüste da, später noch eine andere Dame auch nackt wie Gott sie schuf und dann wird auch schon "another Abilene?" eingeführt, der vierte männliche Hauptdarsteller im vierten Film, welcher nun allerdings auch eine Weile dabei bleibt, bis einschließlich Fit to Kill - Kurven, Krallen und Kanonen (1993) nämlich, was eine reife Leistung bezüglich der Ausdauer beweist, aber kein Ersatz für fehlendes Charisma ist.

Wie gesagt, die Handlung um die Rettung kranker Kinder und das Treffen mit einem Kriegsveteran ist Pustekuchen, ein wenig besser machen es die Zusätze, die Sidaris hier und da einfügt und die durchaus vielen Szenenwechsel, mit denen er auch zu Beginn das Tempo etwas nach vorne bringt und die Laune etwas oben hält. Ein Attentat auf einen Offizier per fahrenden Motorrad ist ebenso wie ein 4-Mann-Kampf in einem Hotelzimmer mit Kung Fu Künsten technisch ganz schick ausgeführt, visuell ist die Inszenierung zumindest vergleichsweise trocken und knorke und macht einen besseren Eindruck als die Wahl der Kleidung, die hier gerade bei den Mädels anliegt – eine neue Frau gleich zu Beginn trägt eine rosafarbene Radlerhose, während ihr Kompagnon im Stretchkleid wie eine rot-schwarz gestreifte Wurst im Pressdarm aussieht – oder auch die Wahl der Mädels selber; zumal hier nun auch viel Silikon, gar keine Dramaturgie, dafür allerdings viel Bewegung durch das Hasche an der frischen Luft und in grüner Natur und auch der erste Bär in einem Sidaris anwesend und später auch noch ein zweiter und ein dritter, planschend im Ozean und sich erfrischend ist.

So richtig dem Film auf die Sprünge helfen tut dieses 'Wagnis', diese 'Offenbarung' dabei allein leider nicht, bleibt die Prämisse schon dröge und wird auch erst nach der Hälfte der Laufzeit, dem Landen auf dem Eiland selber und der Hasche dort und paar Schüsschen zum Finale umgesetzt. Man könnte noch einmal die Kung Fu Einlage zwischen u.a. Al Leong, James Lew und Eric Chen erwähnen, die angesichts des Regisseurs und seiner bisherigen Glanztaten in diesem Bereich ganz in Ordnung ist, außerdem die etwas absurde Situation, dass bei einer Besprechung in der Computerzentrale der Navy von Pearl Harbor bis auf dem Captain und dem Techniker die anderen Anwesenden durch die Bank weg Crooks und mit geklauter Identität sind.

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