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Bei „Holiday Special“ schrillen bei mir alle Alarmglocken, assoziiere ich diesen Begriff zuvorderst mit einem berüchtigten Beitrag aus dem Star Wars Universum. Hier allerdings inszenierte James Gunn einen kleinen Beitrag zur entsprechenden Jahreszeit rund um die Truppe der Guardians of the Galaxy. Und in diesem erzählt Kraglin, wie Yondu einst Weihnachten für Peter versaut hat. Dies wiederum bringt Drax und Mantis dazu, zur Erde zu fliegen, um für Peter ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk zu besorgen: Kevin Bacon.

Und so bekommt man in knapp 45 Minuten eine recht simple, immerhin hier und da zum Schmunzeln geeignete Tour der beiden Mitglieder, deren Chemie schon im zweiten Teil der Einzelfilme ganz gut funktionierte. Trotzdem bleibt ihr Ausflug auf unseren Planeten meist recht uninspiriert. Man treibt sich auf dem Walk of Fame rum, am Chinese Theatre, einer Bar und landet irgendwann bei und in Kevin Bacons Haus. Dazu gibt’s zu Beginn und Ende noch eine seichte Musiknummer und viele bunte Lichter.
Das Ensemble aus den Filmen ist selbstredend mit dabei, Bacon spielt sich selber und geradezu nebenbei schmeißt Gunn noch ein paar neue Informationen um die Truppe in die Runde. Das wirkt deplatziert und wirkt, als wolle man hier eine Dringlichkeit der Kenntnis in Bezug auf den bald anlaufenden dritten Film generieren. Gunn selbst gab an, dass er sich so ein paar Dinge im nächsten Film sparen könne, weil sie hier schon vorkommen.

Dieses „Holiday Special“ ist insgesamt eine unerwartet lahme Angelegenheit. Da macht auch ein Kevin Bacon nicht viel dran, der Rest spult seine Rollen runter und teils wirkt es wie ein Teaser zu Guardians 3. Bisschen fish-out-of-water, jede Figur mal ins Bild gerückt und emotional eher unterentwickelt. Immerhin unterhalten Bautista und Klementieff in ihren Rollen halbwegs, trotzdem ist das hier ein recht uninspirierter Beitrag.

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