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Nicht der erste Amityville-Ableger, der kurioserweise in good old Britain gedreht wurde. Diesmal stiefeln Tussis aus der britischen Unterschicht in ihren Glanzleggings durch das verfluchte Territorium rund ums (abgerissene) Spukhaus und sehen dabei alle aus wie Elizabeth Hurleys Nachgeburt. Eine vergammelte Vogelscheuche jagt und meuchelt sie, weswegen sich dieser AMITYVILLE anfühlt wie ein extrem langsamer und behäbiger Slasher. Zwischen den wenigen Morden liegen äußerst lange Szenen voll mit Seifenoper. Freunde des knackigen, kompakteren Horrors seien also gewarnt. Und dennoch ist das einer der besseren inoffiziellen Teile der Reihe in den letzten paar Jahren - einfach deshalb weil die Messlatte inzwischen derart niedrig angesetzt ist und da schon viel schlimmere Ausrutscher den Markennamen besudelt haben. Gerüchten zufolge soll der lahme Quatsch sogar sein eigenes Sequel bekommen!