Ähnlich plakativ anmutende Titel wurden bevorzugt in den 80ern verwendet, um ein geneigtes Publikum mit Dämonenhorror zu locken. Teile des argentinischen Beitrags von Regisseur Fabián Forte erinnern sogar ansatzweise an Werke von Sam Raimi, insbesondere die wenigen dämonischen Erscheinungen.
Der einst angesehene Schamane Antonio (Germán de Silva) verbringt sein Leben seit Jahren in einer Nervenklinik. Einst rettete er zwar seine Tochter Elena vor einem mächtigen Dämon, doch nun, da die Nacht des roten Mondes erneut bevorsteht, ist Elena wieder in Gefahr. Antonio muss unbedingt aus der Anstalt ausbrechen…
Die Geschichte steigt 1980 ein, als ein junger Antonio im Dschungel einen Dämon bei einem besessenen Mädchen auszutreiben versucht. Diese bewegt zwar ein wenig klischeehaft ihre dünnen Knochen, um dann mit einem wahnsinnigen Grinsen auf den Helden wider Willen loszugehen, doch der Eröffnungsspuk macht durchaus Laune auf mehr, was der Stoff aufgrund seiner unglücklichen Gewichtung jedoch kaum erfüllt.
Denn ein Großteil der darauf folgenden Handlung ist in der Anstalt angesiedelt, welche zwar mit einigen skurrilen Patienten ausgestattet ist, doch so etwas wie die Planung und Durchführung eines Theaterstücks bringt nun mal wenig Spannung ins Spiel, noch fällt diese sonderlich unterhaltsam aus. Dies manifestiert sich als ein weiteres Problem: Der Stoff möchte einerseits witzig sein, was mithilfe des latent stoischen Antonio zum Teil funktioniert, doch anderweitig kommen einige Momente zu flach konstruiert daher, um in irgendeiner Weise den notwendigen Elan mitzubringen. Dies manifestiert sich vor allem beim parallelen Handlungsstrang um Elena, die inzwischen in einer modernen Werbeagentur arbeitet.
Auch hier hätte die Erzählung stärker auf die Kontraste der modernen Welt und dem Weltbild des Schamanen eingehen können, doch dies geschieht nur zaghaft, indem etwa der Versuch eines telefonischen Kontaktes aufgrund von Verwirrung aufgegeben und persönlich zur Tat geschritten wird. Indes ahnt man schon zeitig den anberaumten Twist, wer eventuell mit dem dämonischen Treiben im Zusammenhang stehen könnte.
Der Showdown steht letztlich beispielhaft für den kompletten Streifen: Die herrlich altmodisch anmutenden Effekte können sich sehen lassen und mit einem entfernten Kiefer und einer Enthauptung gesellen sich auch praktische Effekte hinzu, doch das Finale wirkt regelrecht gehetzt und lässt sich noch nicht einmal einige Momente Zeit, den Ausgang gebührend zu zelebrieren.
Mit wenig Mimik gelingt es Hauptdarsteller Germán de Silva Sympathien an sich zu reißen, wogegen andere mit (sogar angemessenem) Overacting zu punkten versuchen. Dies allein reicht jedoch nicht aus, um dauerhaft Interesse zu schüren, da der Stoff annähernd eine Stunde benötigt, um endlich in Fahrt zu kommen. Dabei halten sich spannende Momente arg in Grenzen und auch der Humor zündet zu selten, um die Mischung als gelungen zu bezeichnen. Es bleibt eine halbgare, nur leidlich unterhaltsame Angelegenheit.
5 von 10