Review

Inhalt:

China, zur Zeit der japanischen Besetzung weiter Küstengebiete des Landes während des 2. Weltkriegs.

Die Japaner haben auch den Küsten-Ort Chiu Chow besetzt, haben auch dort ein repressives Terror-Regime errichtet, und lassen den Ort von Captain Ho (Ma Chi), einem chinesischen Kollaborateur und dessen Schergen, brutal regieren.

Lu Kang, ein von den Japanern dringend gesuchter chinesischer Patriot, flüchtet sich zu der so schönen wie talentierten KungFu-Fighterin Hsiu Wen (Kuo Hsiao-Chuang), weil er ihrem Ehe-Mann Tang Yi eine wichtige Botschaft überbringen muss. Es handelt sich um ein Etui in dem sich ein wichtiger militärischer Geheim-Code befindet, Tang Yi ist ein Mitglied des chinesischen Widerstands gegen die Besatzer. Der Code soll dem Verbindungs-Mann Chow übergeben werden.

Doch Tang Yi wurde von den Japanern als Geisel festgenommen, und schließlich wird er von einem Erschießungs-Kommando der Japaner hingerichtet. Hsiu Wen beschließt die Mission für die ihr Mann vorgesehen war, zu übernehmen, sowie sich an den Japanern und deren Kollaborateuren zu rächen.

Hsiu Wen wird jedoch von den chinesischen Schergen gefangen genommen, als diese auch noch ihre Schwiegermutter (Lu Bi-Yun) brutal töten. Chang (Su Chu) -die Mutter von Hsiu Wen- und ihre Schwester, die tapfere Chang Ching-Ching (Chen Ying-Fung), bitten die "Gesellschafts-Dame" Ying Hwa (Ting Hsiang) um Hilfe.

Dieser gelingt es, sich Zutritt zum Verließ der Gefangenen zu verschaffen, den chinesischen Schergen der Japaner, Captain Chung (Chiang Yang), mit einer Giftnadel schwer zu verletzen, und Hsiu Wen zu befreien. Es kommt jedoch zum Kampf in dem Ying Hwa zu Tode kommt, Hsiu Wen kann indes entweichen...!

Chow wird von den Japanern eine Falle gestellt, er wird gefangen genommen, und brutal gefoltert. Mutter Chang und Chang Ching-Ching geraten ebenfalls in die Hände der Japaner und deren Kollaborateuren.

Durch einen Schergen (Ho Wei-Hsiung), der sich für Chow ausgibt, versucht man auch noch Hsiu Wen und das Code-Etui in die Hand zu bekommen. Es kommt zum Kampf, doch die chinesische Patriotin bleibt siegreich. Um die Gefangenen zu retten, stellt sich Hsiu Wen nunmehr ihren Feinden.

Der endgültige Show-Down ist nunmehr unausweichlich, es kommt zum gnadenlosen Kampf, und schließlich zum Duell auf Leben oder Tod zwischen Hsiu Wen und dem Boss der Japaner, Captain Kigawa (Chuan Yuan aka Chuen Yuen)!

Kritik:

Im Jahre 1974 (laut hkmdb.com 1973) drehte Regisseur Chen Hung-Min für die Studios von "Fortuna Film Co." und "Hong Kong Fu Keung Film Co." diesen einfach-puristischen, routiniert-gängigen und eisenharten KungFu-Actioner auf Taiwan.

Im Fahrwasser der bahnbrechenden Eastern mit Bruce Lee, angelehnt an dessen reell-knallharten KungFu-Klassikern, entstand ein weitestgehend spannender und actiongeladener, konzentriert-intensiver Streifen, der die eingefleischten Anhänger des Genres ohne viel Aufwand routiniert unterhält.

So ist die Atmosphäre denn auch nüchtern-zweckmäßig, die Bilder düster-schummrig, doch passte dies auch exzellent zu diesem puristisch-knallharten KungFu-Actioner. Immerhin zum Ende hin, verlagert sich der Finale Fight dann auch in eine hellgelbe Felslandschaft und schließlich an einen Küsten-Strand ans Meer. Was denn die Szenerie atmosphärisch doch noch aufpeppte.

Die Story, nicht ganz ohne Umständlichkeit in Szene gesetzt, ist jedoch weitestgehend insgesamt einfach, dafür flüssig erzählt und spannend. Natürlich dient sie in diesem KungFu-Actioner einmal mehr "nur" dazu, die vielen Fights miteinander schlüssig zu verbinden, und sie in ein KungFu-Action-Nonstop-Total-Geschehen finalisierend münden zu lassen. "Chiu Chow Kung Fu" ist da ein weiterer Vertreter hinsichtlich puristisch-harter Eastern ala Bruce Lee und dessen reell-realistischer Actioner.

Der Held..., ist weiblich! Kuo Hsiao-Chuang ist hier die einsame, harte Fighterin. Doch zeigt sie eine brüchige Weiblichkeit, ist auch mal verzweifelt, weint ob der Getöteten in ihrem Umfeld, doch ihre Figur wird zur wütend-beherzten Rächerin, zur wild-furiosen Kriegerin. So leidenschaftlich, so kämpferisch wie ihre hier geschundene Figur selbst, spielt das Kuo Hsiao-Chuang auch. Klasse Performance der attraktiven Actrice, die auch ein starkes KungFu zu bieten hat.

Um sie herum etliche weibliche Akteure, was in diesem harten Actioner überrascht. Mütter, eine Schwester (Chen Ying-Fung niedlich und tapfer), eine Edel-Hure (Ting Hsiang macht das raffiniert-taff), sie stehen der Anti-Heldin zur Seite, agieren taff-tapfer oder als gemeuchelte Opfer, dies solide und genre-typisch.

Die Villains, chinesische Kollaborateure -Ma Chi, Chiang Yang und als Gaststar hier Chan Wai-Lau, sie spulen ihre Rollenbilder solide runter- und ein japanischer Bösewicht stets adrett im weißen Anzug. Chuan Yuan (aka Chuen Yuen) als arrogant-geschniegelter japanischer Top-Villain hier, der eitel und grausam vor- und über Leichen geht. Er macht das überzeugend und ist vor allem natürlich im Finale ´Frau gegen Mann´ actiontechnisch gefordert.

Das bringt mich abschließend zum einmal mehr wichtigsten, der KungFu-Fightaction. "Chiu Chow Kung Fu" ist ein konzentriert-intensiver und knallharter KungFu-Actioner mit vielen im reell-realistischen Stil gehaltenen Fights, so wird richtig KungFu gekämpft ohne Firlefanz und Akrobatik. Aber die klassischen Techniken sind erkennbar, machen aus den Kämpfen auch visuell ansprechende Action. Und der Endfight ist lang-intensive, dynamisch-rasante KungFu-Nonstop/Total-Action mit einem brutal-dramatisch geführten ´Woman vs. Man´-Kampf, Chuan Yuan und Kuo Hsiao-Chuang in einem "Pas de deux" des KungFu am Meer.

"Chiu Chow Kung Fu", im hart-reellen Stil der Bruce Lee-Filme, ein routiniert-puristischer, knallharter KungFu-Actioner für die eingefleischten Eastern-Fans.

7/10. 

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