Die Brandls hatten es schon immer drauf, wenn es um Kulissen und Ausstattung geht. Das sieht man in einigen ihrer Filme. No Budget oder Low Budget Filmer in Deutschland, drehen meistens Filme, die in der heutigen Zeit spielen. Nicht so die Brandls. Egal welches Jahrhundert, sie haben uns schon die Zukunft und Vergangenheit in diversen Filmen gezeigt. Passend zu einem Western, gibt es hier eine Westernstadt und zwei fantastische Landschaften.
Günther Brandl hat die Hauptrolle übernommen, wie auch in einigen seiner anderen Filme. Und er macht es wieder richtig gut. Er schafft es, den ganzen Film alleine zu führen, was für mich auch das größte Problem des Films ist. Er geht über zwei Stunden, und es gibt eine Dialogszene im Haus, die für mich gefühlt, eine halbe Stunde gedauert hat (vielleicht war sie es auch). Da können die Schauspieler und die Story noch so gut sein, aber mir war das eindeutig zu lang, weil in der Stunde zuvor, ebenfalls viele Dialoge waren. So war nach einer Stunde die Luft für mich raus. Nachdem man aber mit dem vielen Gelaber durch war, kam noch ein spannendes und gelungenes Finale, das die Story gut abgeschlossen hat.
Warum sind so viele Brandl Filme eigentlich so lang? Andere würden aus deren Storys, Kulissen und Ausstattung, zwei Filme, statt einen machen. Ich hätte dem Film gerne noch einen Punkt mehr gegeben, aber dafür müsste er deutlich unter zwei Stunden gehen.
Der Film erinnert mich an den österreichisch/deutschen Film, "Das finstere Tal", den ich richtig gut finde. Hat man sich den als Vorbild genommen?
Noch eine Anmerkung zu Helmut Brandl, dem Kameramann. Ich hab dich in diesem Film zweimal im Spiegel gesehen. Es ist nicht das erste Mal in einem eurer Filme :)
Fazit: Die Brandls zeigen wieder mal, was man in Sachen Story, Kulissen und Ausstattung, im deutschen "no Budget" Bereich alles machen kann. Aber die lange Laufzeit ist nicht für jeden geeignet.