... Fotokünstlerin und Politaktivistin Nan Goldin:
"Es ist leicht, sein Leben in Geschichten zu verpacken. Aber es ist schwieriger, echte Erinnerungen zu bewahren", sinniert Goldin, die die Stationen ihres Lebens rekapituliert, derweil parallel ihre Anstrengungen präsentiert werden, die mit ihren Oxycontin-Geschäften maßgeblich für die Opioid-Epidemie verantwortlichen Sacklers zur Verantwortung zu ziehen.
Der Film führt in Goldins Kindheit und Jugendzeit, in der die ältere Schwester als Lesbierin von den Eltern als psychische Kranke eingestuft und an Pflegefamilien übergeben wird, bis sie sich das Leben nimmt. Es folgen Goldins Flucht aus dem Elternhaus, ihre Anfänge als Amateurfotografin im Kreise von queeren Freund(inn)en – darunter die aus den John-Waters-Filmen bekannte Schauspielerin Cookie Mueller oder die Filmemacherinnen Vivienne Dick und Bette Gordon –, ihre Misshandlung durch den Ex-Freund und Schauspieler Brian J. Burchill, ihre Drogensucht, Prostitution, die AIDS-Pandemie, der Kampf für die Kunstfreiheit... und vor allem die Oxycontin-Abhängigkeit ab 2014 samt anschließendem Aktivismus, der dazu führte, dass die Sacklers, die als Sponsoren und Mäzene großer Museen ihr Image als Philantrophen pflegten, von bedeutenden Kunstmuseen als Spender abgewiesen wurden.