Nach einer zweiteiligen Miniserie (1979, von Tobe Hooper!), einem verkappten Sequel (1987, von Larry Cohen!), einer weiteren zweiteiligen Miniserie (2004, von Mikael Salomon) und einem inoffiziellen Remake (MIDNIGHT MASS, 2021, von Mike Flanagan) kommt Stephen Kings Draculavariation jetzt (mit drei Jahren Verzögerung – gedreht wurde bereits 2021!) nochmal als Filmversion fürs Streaming (Max).
War das notwendig? Nicht wirklich.
Hat die Neuverfilmung einen Mehrwert? Zunächst nicht.
Die erste Stunde zieht sich ähnlich lang wie eine Serie, die Effekte sind wenig überzeugend bis etwas albern, die Figuren bleiben blass (nicht nur die Vampire), das Ganze fühlt sich ähnlich „vanille“ an wie die zahlreichen King-Verfilmungen von Mick Garris.
Erst in der zweiten Hälfte zieht der Film an und gelangt mit ein paar ordentlichen Jumpscares und einer netten neuen Idee fürs Finale auf solides Horrorniveau. Gebraucht hätte es diese Version trotzdem nicht – hier bekommen nur die Vampire leuchtende Augen.