Als man vor über einem Jahr erstmals von diesem Projekt hörte, war nicht so ganz klar, ob es sich wirklich um einen Film oder nur um einen Internetscherz handelt. Inzwischen hatte sich um den Film dann ein regelrechter Hype entwickelt, vergleichbar etwa mit SNAKES ON A PLANE im Jahr 2006. Die Aufmerksamkeit hat das Creature Feature auch bitter nötig, denn filmisch überzeugt es weder als Komödie noch als Horrorfilm.
Ausgehend vom realen Fall des Bären, der aus einem Flugzeug gefallenes Koks schnupfte (und in Wirklichkeit an einer Überdosis starb), schicken Regisseurin Elizabeth Banks (CHARLIE‘S ANGELS 2019) und Autor Jimmy Warden (THE BABYSITTER 2) eine Handvoll random Figuren (Gangster, Cops, Kinder, Sanitäter) in den Wald, um dort mit einem CGI-Bären CLIFFHANGER nachzuspielen.
Das hat ein paar wenige gelungene Momente (insbesondere die blutigen), schafft es aber nicht, auf Spielfilmlänge zu unterhalten. Dazu sind die Gags und Dialoge einfach nicht witzig genug und der Film sieht leider sehr sehr billig aus – er wirkt eher wie eine Folge von Banks’ 80er-Retro-Netflixserie WET HOT AMERICAN SUMMER als wie ein Kinofilm. Das CGI kann man dabei noch als „charmant“ durchgehen lassen, aber der Film bietet einfach keinerlei Schauwerte oder interessante Charaktere. Und so ist COCAINE BEAR leider bei weitem nicht so gut wie sein Hype, sein Trailer – oder sein Filmplakat.