Handlung:
Der Barde und Dieb Edgin und seine Kumpanin, die Barbarin Holga, brechen aus dem Gefängnis aus, um ein Artefakt zu beschaffen, das Edgins tote Frau wiederbeleben kann.
In Freiheit stellen sie fest, dass ihr ehemaliger Weggefährte Forge inzwischen Fürst von Niewinter ist und sich um Edgins Tochter kümmert. Er will aber weder die Tochter, noch das Artefakt rausrücken. Stattdessen scheint er mit einer Magierin Finsteres im Schilde zu führen und hintergeht die Beiden erneut.
Deshalb suchen sich Edgin und Holga weitere Weggefährten, um alles wieder ins Lot zu bringen.
Meinung:
D&D ist inzwischen aus den Kellern von Nerds in den Mainstream gewandert. Deswegen verwundert es kaum, dass man, nach dem erfolglosen Versuch um 2000 rum, sich erneut an einem Blockbuster in diesem Universum versucht.
Und was soll man sagen? Trotz aller Skepsis ist dieser Versuch mehr als gelungen. Zwar geht man nie wirklich tief in die Lore und bietet Hardcore-Fans in erster Linie Name-Dropping und ein paar bekannte Kreaturen, Zauber und Gesichter (auch manche Regelmechaniken kann man erkennen). Dafür kreiert man das wunderbare Feeling einer spassigen Runde am Tisch, inklusive sehr viel Humor, guter Action und überwiegend toller Effekte.
Das und die guten Darsteller täuschen locker über die Vorhersehbarkeit, den nicht vorhandenen Charakterarc der Druidin und einige Vereinfachungen der Klassen und Rassen hinweg, die dem Kenner auffallen, gegenüber einem Mainstreampublikum aber zuviel Exposition-Dumping notwendig gemacht hätten (und das, was da kommt, geschieht meist mit einem Augenzwinkern).
Kurzum:
D&D bietet erstklassige Fantasy Unterhaltung mit sehr viel Humor und tollem Feeling, auch für Nicht-Spieler. Nicht mehr, nicht weniger