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Als ich den Trailer zu "Day of the Warrior" (OT) sah, erwartet ich einen neuen Tiefpunkt im Schaffensspektrum von Regisseur Andy Sidaris. Schließlich hatte der Mann sein Publikum nie mit filmischer Feinkost verwöhnt. Zu sehen waren einpaar in den Oberweiten aufgemotzte Mädels, die gegen einen Anabolika-gestärkten, als Indianer verkleideten Wrestler antraten. Nix gegen künstliche Brüste, aber Sidaris hat es nicht nur einmal geschafft, die Intelligenz seines Publikums in Frage zu stellen...

Eines gleich vorneweg: "Day of the Warrior" ist der erste Film, in denen die beiden äußerst delikanten Shae Marks und Julie K. Smith die Hauptrollen spielen. Sidaris tat gut daran, die eher spröden Dona Speir und Roberta Vasquez gegen diese beiden Beautys einzutauschen. Auch das übliche hawaiianische Set gegen die Glitzerwelt von Las Vegas auszuwechseln war kein Fehler. Ava Cadell nervt dieses Mal zum Glück nicht als Moderatorin einer Radio-Sexshow. Hingegen besitzt dieser Streifen sogar einen gewissen Unterhaltungswert, was man von anderen Sidaris-Werken nicht behaupten kann. Alle Achtung!

Natürlich ist auch dieser Erguss ein Skin Flick ersten Ranges geworden. Die wirklich gut gebauten (oder gebaut wordenen) Damen hüpfen bei jeder Gelegenheit aus der Wäsche, sind aber auch angezogen eine echte Augenweide. Und selbst wenn es Andy Sidaris nur selten gelang, echte Spannung oder Dramaturgie zu kreieren, so hatte er immerhin ein gutes Händchen für wirklich erotische Liebesszenen.

Treu hingegen blieb er auch dieses Mal seiner Linie, unfreiwillige Komik am laufenden Band abzuspuhlen. Die Dialoge sind teilweise himmelschreiend dämlich, die beiden trotteligen Killer vor allem ihrem Overacting lachhaft; der Japaner, der den Elvis-Imitator abgibt, ist einfach nur göttlich!

Trotzdem: Man kann Sidaris einfach nicht böse sein - zumindest hier nicht. Die Sexyness ist dem geistigen Potential um Lichtjahre voraus. 6 von 10 Punkten.

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