Aus Urheberrechtsgründen darf der Titelgebende natürlich nicht Grinch genannt werden, obgleich dies in einer Kneipenszene beinahe zutrifft. Als reine Parodie bleibt er jedoch zu zahnlos und lebt einzig und allein von einigen blutigen Ableben.
Als Kind musste Cindy dem Mord an ihrer Mutter an Weihnachten beiwohnen. Doch nun, zwanzig Jahre später kehrt sie nach Newville zurück. Als kurz nach ihrer Ankunft jemand getötet wird, beharrt Cindy darauf, dass es sich bei dem Killer um eine grünhäutige Gestalt in einem Weihnachtsmannkostüm handelt. Da ihr niemand Glauben schenken will, muss sie den Kampf gegen den Fiesling selbst in die Hand nehmen…
Als Fiesling konnte David Howard Thornton verpflichtet werden, der bis dato bereits drei Mal den Killerclown Art in der Reihe „Terrifier“ verkörperte. Auch hier ist sein Gesicht komplett hinter einer Maske versteckt, doch diese räumt ihm nicht viel Raum für Gesichtsverrenkungen ein. Folgerichtig wirkt die Figur nicht allzu teuflisch, obgleich er im Verlauf für einige blutige Ableben sorgt.
Schlechter ist es allerdings um die Heldin bestellt, die irgendwann in einer peinlichen Trainingsmontage zur vermeintlichen Amazone mutiert, aber immer noch die Ausstrahlung einer Buchhalterin hat, die bei der Betriebsfeier in der hintersten Ecke hockt, weil sie eigentlich nicht anwesend sein möchte. Da baut sich eher ein Mitfiebern gegenüber zwei Zauseln auf, die etwas am Rande mitmischen, wobei die Figurenkonstellation recht überschaubar bleibt, was gleichermaßen auf die Handlungsorte zutrifft.
Besonders die Außenaufnahmen in einer Felsengegend offenbaren einen Mangel an Timing und den teils unbeholfenen Schnitt, was zuweilen arg amateurhaft anmutet. Auch bei den Kills arbeitet das Editing nicht immer effektiv, wodurch manche Ableben nicht so drastisch erscheinen, wie wahrscheinlich vorgesehen. Zwar gibt es Enthauptungen, abgetrennte Körperteile, einen Fleischwolf im Einsatz und kleine Fleischwunden, doch nicht alle Effekte sind handgemacht und die CGI stechen nicht gerade positiv hervor.
Wirklich weihnachtlich kommt die Atmosphäre lediglich gegen Einstieg und Finale rüber, was sich die Story jedoch selbst verbaut. Da in Newville jeder tunlichst darauf bedacht ist, alles weihnachtliche zu meiden, da dies die Wut des Killers auf sich zieht, gibt es keine festlich ausgestatteten Orte und lediglich in Ansätzen weihnachtliche Klänge, die ein wenig andeuten, inwieweit die Chose als Satire hätte durchgehen können. Doch speziell im Bereich Situationskomik versagt das Skript völlig, Momente von Humor lassen sich an einer Hand abzählen.
Und so wartet man teils ungeduldig auf das Zuschlagen des Killers, wonach alles dazwischen oft lahm bis langweilig und nichtig ausfällt. Der relativ temporeiche Showdown kaschiert immerhin noch etwas, aber wirklich spannend oder gar kurzweilig gestaltet sich der weihnachtlich angehauchte Slasher nicht.
4 von 10