Emmett und seine Verlobte Anja ziehen in das Haus von Emms gerade verstorbener Mutter, mit der er seit seiner Kindheit keinen Kontakt hatte.
Im Gruselgenre eigentlich ein klassisches Setup. Doch knarzenden Dielen und unheimliche Flüsterlaute legen falsche Fährten, statt einer rachsüchtigen Geistermama erwartet uns eine ungewöhnliche Familientherapiesitzung: Bei einem nächtlichen Rollenspiel im Pilzrausch bleibt Anja in der Rolle und Energie der Mutter „stecken“ und holt nun mit Emmett seine versäumte Kindheit nach. Diese gestaltet sich sowohl für ihn als auch für den Zuschauer zunächst äußerst anstrengend. Denn es ist auch lange nicht klar, ob Amateurtherapeutin Anja hier ein unangemessenes Psychospielchen treibt oder tatsächlich „besessen“ ist.
Ob man das nun interessant findet oder sich fürchterlich langweilt, hängt stark davon ab, ob man mit den Darstellern warm wird und etwas für Psychotherapie übrig hat. Zumindest bekommt der Film noch die Kurve zu einem schlüssigen, bedrückenden Finale.