Review

Gabriele Salvatores schuf mit diesem Film ein bildgewaltiges Drama über das Erwachsenwerden aus Sicht eines Kindes.

Irgendwo in Süditalien in einer ländlichen,fast menschenleeren Gegend lebt der zehnjährige Michele mit seinen Eltern und einer jüngeren Schwester.
Beim Spielen mit Freunden entdeckt er in einem Verschlag ein verwahrlostes Kind.
Nach anfänglichem Zögern nimmt er Kontakt mit ihm auf und kommt langsam einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.

Ein ruhiger Film.Aber auch ein spannender Film.
Sofort fallen die tollen Landschaftsaufnahmen der weiten Kornfelder positiv auf,die in kräftigen Farben sehr stimmungsvoll eingefangen wurden.Man lässt sich Zeit mit der Vorstellung der Umgebung der Kinder,was auch gut so ist.Schnell kann man die Sichtweise des Kindes adaptieren und sich in die eigene Kindheit zurückdenken.
Da die Handlung komplett aus der Sicht des Kindes geschildert wird,macht es die Sache für einen leichter und Verhaltensweisen des jungen Michele werden nachvollziehbar.
Spannung baut sich langsam und wohldosiert aus,kleinere Längen sind dabei durchaus zu verzeihen.
Die Darsteller agieren sehr überzeugend,vor allem bei den Kindern entsteht der Eindruck als hätte man sie mitten aus dem Leben heraus gefilmt.
Einziger Schwachpunkt des Streifens ist der Soundtrack.Die Streicherklänge wirken hektisch,vor allem aber zu laut und vordergründig,wodurch etwas Atmosphäre verloren geht.

Dennoch:Es entstand ein ungewöhnlicher Streifen in tollen Bildern,glaubhaften Darstellern und einer interessanten Betrachtungsweise der Erwachsenen aus Sicht des Kindes.
Auf jeden Fall einen Blick wert !
7 von 10 Punkten

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