Bill Bob Thornton und sein Partner ziehen jedes Mal dieselbe Masche ab, sie arbeiten in Supermärkten als Unterhalter, in der Regel als Weihnachtsmann und als Elf und rauben diese dann aus. Doch Thornton hat überhaupt keinen Spaß an diesem Weihnachtsmann-Dasein, weswegen er trinkt und die Kinder ärgert. Doch eines Tages lernt er einen Jungen kennen, der ihm wirklich etwas bedeutet.
Die Story ist für eine amerikanische Komödie durchaus ordentlich. Der Charakter von Billy Bob Thornten ist sauber herausgearbeitet und hat eine große Tiefe. Auch die Entwicklung vom einsamen und alkoholabhängigen Tagedieb, hin zum beinahe fürsorglichen Weihnachtsmann ist gut gemacht und verbreitet vor allem am Ende des Films eine sehr gute Laune. Der Junge, den er schließlich kennenlernt ist da leider etwas klitscheehafter geworden, was allerdings nicht stört.
Der Film hat sowohl Humor, vor allem, wenn Thornten mal wieder überhaupt keine Lust auf seinen Job hat, wird es sehr komisch, als auch Dramatik, vor allem am Ende, wo sich Thornton zwischen dem Geld und dem Jungen entscheiden muss.
Die Wendungen am Ende, z.B. dass der Supermarkltleiter den Plan durchschaut und eine Gewinnbeteiligung möchte, oder, dass Thornton von seinem Partner betrogen wird, bauen zwar noch ein paar Wendungen ein, bremsen den Film aber leider ein wenig aus.
Die letzte Szene, in der die Veränderung Thorntons noch einmal verdeutlicht wird, beendet den Film gut und würdig.
Billy Bob Thornton ist die Rolle des "Bad Santa" auf den Leib geschneidert, er lebt die Rolle förmlich, weswegen ich dies als eine der besten Leistungen seiner Karriere bezeichen würde.
Zusammenfassend ist Bad Santa eine starke Komödie, die durch eine geschickte Handlung, einen gesunden Humor, aber auch mit dramatischen Wendungen glänzen kann. Allein Billy Bob Thorntons Darstellung macht den Film schon sehr ansehnlich.