„Stranger Things“ meets „Stripped To Kill“ meets „Heretic“ meets BibelTV
Chicago. 80s. Die Welt geht unter. Und eine bibelfeste Demonstrantin und eine taffe Stripperin gehen durch eine neonbeleuchtete Peepshowspelunke zusammen gen Hölle…
Neon macht müde Dämonen nicht munter
Was teils ziemlich retrostylisch ausschaut, sich vom Konzept interessant liest und hammer klingt (z.B. „Gunship“ auf dem Soundtrack!) verkommt bei „Revealer“ leider zu einer erstaunlich kümmerlichen Talkshow zu Synthiebeats, in immergleichen dunklen Gängen und ohne echte Highlights. Viel zu wenig Gekröse aus der Kreaturenhölle, viel zu viel Geschwafel aus der Drehbuchhölle! Dabei sind die beiden unterschiedlichen Mädels gar nicht mal uncool, dabei gibt es kantige Dämonen wie frisch vom „Iron Maiden“-Cover und tentakelige Zungen wie sie Lovecraft liebte. Aber eben zu wenig. Viel, viel zu wenig. Die nahezu nur ein bis zwei Locations taugen nichts und nerven fix. Die Dialoge haben kaum Tiefe (trotz Themen wie Glauben, ethischen Gegensätzen und dem Sinn des Lebens) und werden zudem sehr steif vorgetragen. Und für seinen mageren Inhalt geht der Streifen auch viel zu lang. Ich könnte mir vorstellen bzw. will keinesfalls ausschließen - falls es je dazu kommen sollte! - dass mein eigener Film oder der meiner Buddies irgendwann ganz ähnlich ausschaut und ebenso Murks ist - aber das hilft „Revealer“ ja nicht weiter…
Hellraisin' Hamsterrad
Fazit: coole Beleuchtung, coole Musik, cooler Cheesefaktor, coole Mädels… Leider kein cooler Film!