iHaveCNit: Missing (2023) – Will Merrick / Nicholas D. Johnson – Sony Pictures
Deutscher Kinostart: 23.02.2023
gesehen am 26.02.2023 in Samsung Onyx LED 4K
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 6 – Reihe 13, Platz 21 – 17:30 Uhr
Desktop-Thriller sind immer noch eine sehr seltene Art an Filmen, die in die Kinos strömen. Genauer gesagt habe ich mir bisher in diesem extrem seltenen Bereich auch nur „Searching“ aus dem Jahr 2018 gesehen und auch der deutsche Dokumentarfilm „Pornfluencer“ bedient sich im Bereich Grafikdesign und Aufmachung einer Desktop-Oberfläche. Und „Missing“ macht sich doch ganz gut in diesem Bereich, auch wenn mir „Searching“ durch die damalige, erstmalige, innovative Seherfahrung noch ein Stück besser gefallen hat.
June ist erst ganz froh darüber, dass ihre Mutter Grace und ihr Stiefvater Kevin gemeinsam nach Kolumbien einen Kurzurlaub verbringen. Kann sie doch mit ihren Freunden ausschweifende Partys machen und die sturmfreie Bude genießen. Als sie jedoch ihre Mutter vom Flughafen abholen möchte, ist von ihrer Mutter keine Spur zu finden und jegliche Kommunikationsversuche mit ihr schlagen fehl. Im Rahmen der Suche nach ihrer Mutter findet June doch einige Ungereimtheiten bei sowohl Kevins als auch Grace´ Vergangenheit. Kann sie den Geheimnissen auf die Spur kommen ?
„Missing“ ist selbstverständlich in Sachen Grafikdesign und Aufmachung eine sehr interessante Seherfahrung. Natürlich hat sich seit „Searching“ auch die digitale Landschaft bei Apps, Technologien und Endgeräten weiterentwickelt und diese Entwicklung ist gekonnt in „Missing“ implementiert und eingesetzt worden. Dennoch hat man sich bei „Missing“ nicht so stark auf seine Einschränkung als „Desktop“-Thriller verlassen als noch bei „Searching“, denn so wirken eine Vielzahl an Szenen, die von Cams auf dem Screen wiedergegeben werden nicht wie Szenen auf dem Screen, sondern wie eigenständige Szenen, die die Wiedergabe auf einem Screen nicht nötig gehabt hätten. Die Geschichte des Thrillers ist durchaus spannend, wendungsreich und hat mich zumindest die gesamte Laufzeit über gefesselt, selbst wenn die letztendlich damit aufgeschlüsselte Hintergrundgeschichte etwas simpel konstruiert ist.
„Missing“ – My First Look – 7/10 Punkte.