Beim tindern trifft Studentin Sigrid auf Millionärssohn Christian. Der lebt mit Frank zusammen, den er als Hund hält. Nach kurzem Zögern stört Sigrid sich nicht mehr daran und schon steht einem romantischen Wochenende im Grünen nichts entgegen. Doch kaum angekommen in der Abgeschiedenheit, nimmt das Unheil seinen Lauf.
Die großartige Idee und knackige Laufzeit versprechen ein eindringliches Psychogramm über eine Menage a trois der ganz besonderen Art und getrost darf man annehmen, dass 'Fifty Shades of Grey' auf den 'The Bad Man' trifft. Doch weit gefehlt. In nordischer Unterkühltheit und spartanischer Inszenierung verirrt sich die Erzählung schnell in einem Fragenkatalog, auf den der weitere Filmverlauf nur selten Antwort geben kann. Statt Psychogramm wohnen wir einem nackten Handlungsablauf bei, in dem Hintergründe zu häufig nur angerissen aber nicht oder zu wenig erklärt werden. Damit bleibt 'Good Boy' leider unter Fernsehfilmniveau und enttäuscht mit seiner Oberflächlichkeit.
Fazit: Innovative Geschichte trifft dürftige Umsetzung.