Mit typisch dreyerscher Bildersprache in Szene gesetztes Drama um Schuld und Freiheit, Christen- und Heidentum.
Musik ist äußerst sparsam eingesetzt - das erinnert an die frühen Tonfilme -, das Setdesign ist sorgfältig, manchmal spartanisch, ohne aber jemals leer zu wirken. Die Strenge des Sets gibt erst den Figuren Raum.
Diese sind, trotz eines teils hölzernen, heute wohl etwas verkorkst anmutenden Skript, das tragende Element des Films. Ihre schauspielerischen Leistungen gehen weit über das in ihren Sätzen artikulierte hinaus, wobei beeindruckend viel mimische Feinarbeit zum Zug kommt.
Manche Szenen wirken erstaunlich modern, die meisten aber lassen deutlich ihr Alter spüren.
Dennoch ein komplexer, klar strukturierter und interessanter Film, der darüber hinaus auch berührt und schön anzusehen ist.