Horror Night Week 1 – Slasher
Uff, wie soll ich hier mit der Kritik anfangen? Am besten wäre es, wenn man sich den klischeebehafteten Fiebertraum eines Hardcore 80s Slasherfilmfans vorstellt. Aber was bedeutet das? Nun ja, erstens, einen Schauplatz für die Jagd auf Teenager, der bei Tag recht gemütlich, bei Nacht jedoch äußerst gruselig ausschaut. Zweitens sehr viele gute und handgemachte Effekte. Drittens sehr viele leicht bekleidete Mädchen und viertens einen einprägsamen Killer, am besten auch mit POV Kamerashots von ihm.
Alles dies bekommt der Slasher Connaisseur hier geboten, allerdings werden hier grundlegende Elemente auch vernachlässigt. Zum einen ist es das Final Girl, das hier Anfangs nur bedingt sympathisch dargestellt wird und im Laufe des Filmes auch zunehmend dem Wahnsinn verfällt. Zum Anderen die Lore. In Kill her Goats werden kleinere Schnipsel an Lore eingefügt, die dann aber dezent im Laufe des Filmes vernachlässigt oder sogar ganz beiseitegeschoben werden. Die beiden Killer haben auch, wenn überhaupt, kein klares Motiv.
Für mich persönlich überwiegen allerdings die positiven Aspekte, wie etwa ein, wie immer sehr physisch spielender, Kane Hodder als Goatface oder die wahnwitzigen Blutfontänen bei einigen Kills, die dem Ganzen noch einen schönen Trashfaktor verleihen.
Insgesamt vergebe ich an diese wohlgemeinte Hommage an den 80er Slasher 6 von 10 Messern