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iHaveCNit: AIR – Der große Wurf (2023) – Ben Affleck - Warner
Deutscher Kinostart: 06.04.2023
gesehen am 07.04.2023
Cinestar Frankfurt Mainzer Landstraße – Kino 5 – Reihe 4, Platz 8 – 17:00 Uhr

„Nike“ ist als Brand und beliebte Sportmarke in unserer Kultur absolut nicht mehr wegzudenken. „Nike“ ist kurz und prägnant, aber auch symbolisch zu nehmen, weil Nike die griechische Siegesgöttin ist. Doch lange Zeit war nicht klar, ob „Nike“ wirklich dieser Big Player wird und der griechische Bezug auch Programm wurde. So ganz überraschend habe ich dann auch vor kurzem erst etwas über „AIR – Der große Wurf“ mitbekommen, der von und mit Ben Affleck inszeniert worden ist und ein tolles Ensemble rund um Matt Damon, Ben Affleck und Viola Davis zu bieten hat, aber auch den Grundstein für Nikes Erfolgsgeschichte und den wichtigsten Businessdeal der Firmengeschichte erzählt. „Just Do It“, dachte ich mir dann auch, als es um den Kinobesuch geht.

1984 steht es schlecht für Nike, gegenüber den Marktanteilen der Konkurrenz von Adidas und Converse ist Nike nur ein kleiner Fisch im Haifischbecken der Sportmarken. Auf der Suche nach neuen Basketball-Talenten für entsprechende Businessdeals ist für den Experten bei Nike, Sonny Vaccaro klar, es kann nur Michael Jordan sein. Doch dafür muss er einige Entscheidungsträger bei Nike als auch dessen Agenten und vor allem seine Mutter von dem Deal überzeugen, denn die Konkurrenz bei Adidas und Converse hat Jordan auch ins Auge gefasst.

Mit einem großartig aufspielenden Ensemble, bei dem neben Matt Damon, Ben Affleck und Viola Davis auch Personen wie Jason Bateman, Chris Tucker, Marlon Wayans und Chris Messina zu sehen sind, schaffen Ben Affleck und Drehbuchautor Alex Convery einen Film, der sich mit der Verhandlung eines Businessdeals irgendwo zwischen Biographie, Drama, Komödie und Thriller befindet und vor allem mit seinem stimmigen audiovisuellen Design eine tolle Atmosphäre des Jahres 1984 schafft. Der Film ist rasant, unterhaltsam und leichtfüßig geworden. Selbst wenn wir größtenteils nur Dialoge über Basketball und das Sportbusiness geliefert bekommen, sind die Dialoge mit einer Schärfe und Rasanz gesegnet und wirken hier schon etwas wie Dialoge in Filmen von Adam McKay als auch Aaron Sorkin doch „AIR – Der große Wurf“ hebt sich vor allem durch seine spritzig erfrischende Leichtigkeit ab. „AIR – Der große Wurf“ ist tatsächlich filmisch gesehen ein großer Wurf geworden. Nachdem mich Ben Affleck zuletzt mit „Out Of Play – Der Weg zurück“ bereits ebenfalls im Basketball-Sektor als Trainer und ehemaliger Spieler überzeugen konnte, überzeugt er mich nun ebenfalls in der Rolle der Regie als auch dem Firmenchef Philip Knight. Unabhängig davon ob man sich nun fragt, ob es überhaupt einen Film über einen Businessdeal zwischen Nike und Michael Jordan sowie die Entwicklung der Schuhlinie „Air Jordan“ braucht, muss ich sagen, dass diese Idee sehr witzig und interessant ist und nur einen Hauch davon entfernt war, mich vollkommen in seinen Bann zu ziehen und ein regelrecht filmischer Slam Dunk zu werden. Ein Film, dessen Geschichte beispiellos die Bedeutung von Nike auch im übertragenen Sinne präsentiert und der den Startschuss für beispiellose Erfolgsgeschichten nahezu aller Beteiligten legt. Natürlich darf man nicht vergessen, dass die Produktion der Sportartikel durchaus kritisch zu betrachten ist, aber das ist nicht Bestandteil des Films, der hier den Fokus auf den Deal legt und eher den Feelgood-Moment im Blick hat.

„AIR – Der große Wurf“ – My First Look – 9/10 Punkte.

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