Spukus Sympathicus
„We Have a Ghost“ ist mal eine etwas andere, leichte und süße Geistergeschichte auf Netflix - über eine Familie, ihr neues Haus und den Geist mit Gedächtnisverlust auf ihrem Dachboden, der durch ein Internetvideo schnell weltweit zum Phänomen und Mysterium wird…
Ernest, das melancholische Hausgespenst
Diese herzliche Streaming-Geistergaudi hat Vibes von 80s-Comedies ohne zu aggressiv oder auffällig auf retro zu machen. Er wirkt einfach wie ein launiger Roadtrip auf den Spuren von „The Frighteners“, „Poltergeist“, „Casper“ und Konsortien. Die Filmfamilie ist nachvollziehbar und cute. Harbour bleibt ein Sympathiebolzen und braucht keine Worte um bei einem anzukommen. Die Generation TikTok kriegt u.a. ihr Fett weg. Aber selbst solche Spitzen wirken nie bösartig und billig. „We Have a Ghost“ ist auf dem Papier ein grundsolides und schnell vergessenes Sonntagnachmittagfilmchen für den goldenen Oktober. In Wahrheit hat er mich am Ende aber deutlich mehr berührt als ich es hätte ahnen können. Gerade wegen den Vater-Sohn-Momenten. Und das ist eine sau positive Erkenntnis. Selbst wenn es sicher auch 90 Minuten getan hätten und er nicht unbedingt die Zwei-Stunden-Marke knacken hätte müssen.
Fazit: nett und nett und nett ergibt… sehr nice! „We Have a Ghost“ ist ein grundsympathischer Geisterfamilienfilm mit dem Herz und „Horror“ am rechten Fleck!