Review

Optisch Hui - Inhaltlich Pfui

Schon das Buch hat große Schwächen, da es unnötige bzw. nervige Beziehungs- (neben) stränge einbaut, die die eh schon sehr springende Story zerreißen. Es ist aber Gold gegen die Serie, die davon nur so durchgeschüttelt wird und zu frühen Ermüdungserscheinungen führt. Kaum eine gezeigte Katastrophe wird im weiteren Verlauf wieder aufgegriffen. Dafür verabschiedet sich das ganze Personal jeweils einzeln und minutenlang von seinen Liebsten, bevor es zu einer Expedition aufbricht (wovon es nicht wenige gibt).

Hauptfiguren (z. B. die Professorin) nerven lange als unsympathische, stoische Besserwisser und verschwinden dann sang und klanglos aus der Story. Teils elende, nichts klärende Pseudoerklärungen nehmen zudem viel Raum ein. Ohne dieses ganze Gedöns wäre die Serie in 3 von 8 Folgen abgespult (und erheblich besser).

Positiv zu bewerten sind allerdings die starke Optik und die durchaus gelungenen und teils sogar spektakulären Effekte. In den Bereichen, wo der Soundtrack nicht gerade tragendes Thema ist, gibt er sich unspektakulär, fällt daher wenig auf, unterstützt die Szenen aber gerade dadurch wirkungsvoll.

Besseres als ein wohlwollendes „ausreichend“ kann aber trotzdem nicht bescheinigt werden, selbst wenn die ganz nett agierende Hauptdarstellerin Leonie Benesch (Babylon Berlin) mit ihren schönen Kulleraugen und Hundeblick regelrecht darum bettelt.

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