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Im Eis eines isländischen Gletschers tauchst ein verschollenes Naziflugzeug auf. Als Kristins Bruder das Flugzeug findet und ihr von seinem Fund ein Video schickt, hat sie plötzlich Killer auf den Fersen.


Viele Legenden ranken sich um das Ende des Krieges, um Kunstgegenstände, Gold oder andere verschollene Schätze wie das Bernsteinzimmer, die von Nazigrößen versteckt wurden. Daraus strickt der Thriller eine Story um eine Verschwörung, die noch Jahrzehnte später besser geheim bleiben sollte.

Dabei entwickelt sich die Geschichte erstmal recht konventionell mit dem Auftauchen mächtiger Gegner, stets informierter Killer und relativ normalen Menschen mit mehr Glück als Verstand, so dass sie immer wieder entkommen können und natürlich den obligatorischen Logiklücken.

Dass Film trotz dieser Standards nicht zu völligem Einheitsbrei verkommt, liegt an der gefälligen Inszenierung, die zwar mit weniger Schauwerten auskommen muss als es bei einer Hollywood-Produktion der Fall gewesen wäre, aber optisch doch einiges hermacht. Dank der guten und sympathischen Darstellerriege ist sie auch recht packend geraten, wenn auch zu lang, denn ein paar kleinere Längen lassen sich schon an mancher Stelle ausmachen. Das macht Ólafur Darri Ólafsson als Einar im Finale aber locker wett. Der Dude in seinem Yeti-Kostüm ist der Hammer.

Die eigentliche Auflösung ist nicht weiter überraschend, bietet aber Raum für eine Fortsetzung, die wohl bereits in Arbeit ist.


Wer Verschwörungsthriller um Nazi-Hinterlassenschaften mag, liegt hier goldrichtig. Guter, eiskalter Thriller mit guter Besetzung.



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