Review

Cringe Fu

Qiao Feng ist der Held des Films. Das merkt man unter anderem daran, dass er von anderen mit „Hero Qiao“ angesprochen wird und gelegentlich von sich selbst in der dritten Person spricht.

Qiao ist gutherzig, stark, ehrenhaft und sehr bescheiden. Schaut nur, wie bescheiden er ist, ruft der Film. Und meint damit natürlich vor allem Donnie Yen.

Yen ist nicht nur Star, sondern auch der Regisseur des Films. Inszeniert hat er scheinbar ebenfalls mit der Handkante: Nach einer Hopplahopp-Origin-Story (in der Qiao ja auch noch nicht von Herrn Yen gespielt wird), wird die eigentlich simple Story durch ständig neue Charaktere und magisches Brimborium unnötig verkompliziert und mit zahlreichen Erklärdialogen in die Länge gezogen.

Aber die Handlung spielt eigentlich sowieso keine Rolle, denn im Fokus dieses Donnie Yen Films steht: Donnie Yen. Es ist schon arg peinlich, wie Yen sich hier als bescheidenste und ehrenwerteste aller Heldenfiguren selbst inszeniert. Keine Szene, in der er nicht in heroischster Pose abgelichtet wird, selbst ein achtlos ins Wasser geworfenes Steinchen macht dank CGI noch vier Hüpfer. Mit Digitaltechnik wird dann auch Yens Gesicht in Closeups schön geglättet und den klassischen Wuxia-Kämpfen auf die Sprünge geholfen.

Besagte Kämpfe sind zwar das Beste (sprich: einzig Gute) an SAKRA, allerdings ähneln diese durch massiven CGI-Einsatz leider sehr den Superheldenbalgereien der üblichen Marvel- und DC-Blockbuster, inklusive dem Schmeißen von Feuer- und Energiebällchen. Das wirkt bisweilen leider unfreiwillig komisch.

Noch im Abspann wird dann – siehe Marvel & Co. – ein ganz neuer Superbösewicht auf die Leinwand gezaubert und damit das Sequel eingeläutet. Für die Hardcore-Fans von Donnie Yen.

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