Omas. Legenden. Fans. Freunde.
Vier Ladies im Herbst ihres Lebens gewinnen Karten zum Superbowl, wo ihr größtes Idol spielt: der einzigartige Tom Brady. Doch die Reise zum großen Spiel gestaltet sich für die nicht mehr durchgängig super fitten, grauhaarigen Großmütter natürlich nicht problemfrei…
„Bradies Ladies“ ist in die Jahre gekommenes Wohlfühlkino. Cheesy. Schmalzig. Mal mit hohem Fremdschamfaktor. Oft einfach süß. Ich bin nur die völlig falsche Zielgruppe dafür. Weder kann ich mit Football noch mit 80-jährigen Frauen etwas anfangen. Aber mit tollen Schauspielerinnen schon. Und das sind die vier absolut. Mehr als das. Moreno. Fonda. Field. Tomlin. Das sind Legenden, das sind Powerfrauen, das sind Kinoschwergewichte. Sie und ihre Chemie untereinander halten „Bradys Ladies“ locker über Wasser. Da ist noch gehörig Feuer bei allen im Hintern. Grossmamma Mia! Dennoch ist das Drehbuch natürlich auf Vorabendsoapniveau, das Ding sieht ziemlich hässlich nach TV aus und Fallhöhe ist hier ein Fremdwort. Auf dem Spiel steht nichts. Alles nur eine süße Reise. Aber das kann manchmal reichen. Für die richtige Zielgruppe sicher eine verdammt gute Zeit. Überrascht mich nicht, dass das ein Kinoüberraschungshit letztes Jahr in den Staaten war. Nicht nur bei Patriots-Fans. Im Grunde auch im Fahrwasser solcher 80s-Comedies wie „Detroit Rock City“ oder „I Wanna Hold Your Hand“. Nur im doppelten Sinne Jahrzehnte später. Mit einem erstaunlich groovigen Soundtrack zum mindestens Mitwippen.
Fazit: manchmal braucht man einfach ein paar Superomas beim Superbowl?! Naja, ich eigentlich nicht. Dennoch verhindern ein lässiger Soundtrack und eben die legendären Schauspieldamen einen totalen Fumble. Naiv und nett.