Review

„Talk to Me“ ist einer dieser modernen Horrorfilme, die genau wissen, wie man mit einem stylischen Look, zeitgemäßem Sounddesign und einer schicken Idee Aufmerksamkeit erzeugt – aber dann doch weitestgehend auf ausgetretenen Pfaden bleiben. Die Prämisse: Eine mysteriöse, einbalsamierte Hand lässt Teenager mit der Geisterwelt Kontakt aufnehmen. Wer sie hält und „Talk to me“ sagt, öffnet eine Art Tür zum Jenseits – mit vorhersehbar katastrophalen Folgen. Das ist im Prinzip auch schon der originellste Aspekt des Films.

Denn unterm Strich ist Talk to Me nicht viel mehr als ein aufpolierter Ouija-Brett-Film für die TikTok-Generation. Ein klassisches „Jugendliche spielen mit Dingen, die sie nicht verstehen“-Szenario. Die Mischung aus Partykultur, Adrenalinkick und paranormalem Spielchen wurde schon oft durchexerziert – nur eben diesmal mit einer mumifizierten Hand statt einem Brett mit Zeiger.

Die Schauspieler liefern solide Arbeit ab – keiner nervt, niemand brilliert, das passt. Die Effekte sind gut gemacht, der Schnitt flott, das Tempo insgesamt okay. Was aber fehlt, ist echte Tiefe. Die Geschichte folgt dem gewohnten Geisterfilm-Fahrplan: Kontakt aufnehmen → Grenzen überschreiten → dämonische Konsequenzen. Jumpscares inklusive. Da wird einfach nichts wirklich neu gedacht. Auch das Ende reißt nicht gerade vom Hocker – da hatte man sich bei all dem Hype vielleicht mehr erwartet.

Klar, der Film ist handwerklich sauber, modern gefilmt und inszenatorisch absolut auf der Höhe. Aber er wirkt trotzdem generisch – wie ein Best-of der letzten zehn Geisterfilme, nur mit anderer Verpackung. Ein Film, den man einmal schaut, dann abhakt und schnell wieder vergisst.


Fazit

Für Fans von Truth or Dare, Ouija, Insidious o.ä. mag er ganz gut laufen. Wer jedoch echte Innovation oder eine markante Handschrift sucht, wird enttäuscht.

Sauber gemachter, aber komplett generischer und austauschbarer Geisterhorror mit schicker Verpackung und wenig Substanz.

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