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Kunstdieb Nemo hat beim Einbruch in das Luxusapartment eines Sammlers ziemliches Pech: Erst fehlt das versprochene millionenschwere Schiele-Selbstportrait und dann läuft auch noch etwas mit der Security-Konsole schief. Nun sitzt er auf unbestimmte Zeit nahezu ohne Vorräte in der High-End-Wohnung fest und ist der defekten Klimaanlage ausgeliefert. 

Im Prinzip gehört INSIDE zum Subgenre des „Confined-Space“-Thrillers, auch wenn das großzügige New Yorker Apartment eher einem ganzen Museumsflügel gleicht. Während die meisten Filme dieser Art versuchen, möglichst aus jedem noch so kleinen Handlungsdetail maximale Spannung zu erzeugen, scheint Regisseur Katsoupis mehr daran interessiert zu sein, seinem Protagonisten beim langsamen Verfall in den Wahnsinn zuzusehen. 

Das macht Willem Dafoe zwar erwartbar gut, auf Spielfilmlänge zieht sich das jedoch ein wenig. Darüber hinaus erfährt man weder etwas über seinen Charakter, noch über den des ominösen Sammlers oder wenigstens über die Kunstwerke, die Nemo hier zum Teil für seine Ausbruchsversuche demontiert und zweckentfremdet. 

Das wären interessante Aspekte gewesen, doch der Film bleibt leider an der – zugegeben schönen – Oberfläche.

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