Vorbereitet war wohl alles perfekt, als Kunstdieb Nemo das Penthouse betritt, aus dem er diverse Kunstwerke entwenden soll. Doch die Sicherheitsanlage macht der Unternehmung einen Strich durch die Rechnung, setzt den Dieb in der luxuriösen Wohnung fest und eine Chance zu entkommen, will sich nicht bieten. Nemo ist allein, eingesperrt und bei all der wertvollen Ausstattung scheint es an manch wichtigen Dingen zu fehlen.
So lastet das Szenario letztlich auf Willem Dafoe und man bekommt das, was man von ihm kennt. Und das ist durchweg positiv gemeint. Die immer weiter um sich greifende Einsamkeit mitsamt der fortschreitenden Verzweiflung über die Lage dehnt er in seinem Spiel über die Laufzeit aus. So eine Prämisse ist für einen Schauspieler meist eine dankbare Gelegenheit, seine Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen. Und dass Dafoe das leisten kann ist klar, dennoch weiß man aus anderen Werken, dass er mehr kann, eventuell ließ man ihn nicht oder wollte sich das bewahren, was dieses Szenario trotz der Dramatik immer etwas spröde wirken lässt.
Der Zeitfluss wird dabei wenig auffällig thematisiert, das Ganze spielt sich dennoch über einen längeren Zeitraum ab und so nehmen Verwüstung, Resignation gepaart mit Tatendrang und der allgemeine Mangel an lebenserhaltenden Komponenten zu, immer begleitet von den nicht aufhörenden Versuchen, diesen kunstbestückten Käfig zu verlassen. Der Einbrecher will ausbrechen.
Umgeben von dem, was er selbst so schätzt, muss abgewogen werden zwischen der Zerstörung dessen und dem eigenen weiteren Überleben. Und das ist so ziemlich das, was der von Vasilis Katsoupis inszenierte Film über seine knapp 105 Minuten beschreibt.
Eine Show mit Dafoe, der das wunderbar spielt, dennoch steigt der Streifen nie so tief in die Psyche oder das Leiden der Figur ein, wie es das Szenario hergegeben hätte. Und doch ist das schon allein wegen des Hauptdarstellers eine Sichtung wert.