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Jason Biggs hat eine komplizierte Beziehung zu Christina Ricci, bei der sein Freund und Mentor Woody Allen ihn berät.
Die Handlung ist typisch für Allen, ein bisschen Humor, ein bisschen Dramatik, viel Gefühl und komplexe Beziehungen. Es gibt Höhen und Tiefen, ein paar geschickte Wendungen, doch von Woody Allen hätte ich mir mehr erhofft, bei seinen anderen Filmen ist die Handlung wesentlich besser.
Die Umsetzung ist auch typisch. Der übliche, geniale Wortwitz, der diesmal leider eher selten zum tragen kommt. Das Problem ist hierbei auch, dass Allen anscheinend einen zweiten "Stadtneurotiker" drehen wollte und ihm dies bei weitem nicht so gut gelingt, wie beim Orginal. Die Charaktere sind nicht schlecht und erfüllen ihren Zweck: Biggs ist psychisch ein wenig labil, ist auch in Behandlung, schreibt von Beruf Witze für Unterhalter und führt eine komplizierte Beziehung. Allen ist ebenfalls labil, ist reizbar und hat immer einen guten Rat für Biggs. Ricci, die ebenfalls labil ist, geht fremd und ist niemals wirklich glücklich. Allen hat mal wieder einen hervorragenden Einblick in die menschliche Psyche geschaffen.
Allen und Ricci spielen gut. Biggs spielt nicht schlecht, aber als Zuschauer wird man das Gefühl einfach nicht los, dass Allen die Roll eigentlich für sich selbst geschrieben hat, vor dem Film aber erkannt hat, dass es so allmählich unrealistisch wirkt, wenn er in Filmen trotz seines Alters mit jungen Frauen zusammenkommt, und kurzfristig Biggs genommen hat, der die Rolle einfach nicht so spielen kann, wie Allen sie gespielt hätte. Biggs ist kein guter Stadtneurotiker.
Zusammenfassend ist anything else eine durchschnittliche Tragi-Komödie, die nicht richtig zündet, aber ordentliche Chraktere und den typischen Allen-Wortwitz enthält.

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