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In der Nähe von San Francisco tauchen mehrere Untote auf , die mit einer neuen Form des T-Virus infiziert wurden , aber keinerlei Bissspuren von irgendwelchen Zombieattacken aufweisen . Als auch noch ein toter Wal angeschwemmt wird , der ebenfalls Spuren des Virus in seinen Wunden aufweist , deutet alles auf Alcatraz als Ursprungsort des Übels hin . Also machen sich Chris Redfield , Leon S. Kennedy , Jill Valentine und Claire Redfield auf den Weg zur ehemaligen Gefängnisinsel und jetzigen Touristenattraktion in der Bucht von San Francisco um das Rätsel zu lösen . Und es dauert nicht lange , bis die Touristen , die mit den vier Elitekämpfern angereist sind , sich in blutrünstige Monster verwandelt haben . Doch wer steckt hinter dem erneuten Ausbruch der Seuche ? Die Umbrella Corp. scheint dieses mal nämlich tatsächlich unschuldig zu sein ...   

Ein " Resident Evil " Film wie von der Stange .   
Zuerst trifft das Team auf einfache Zombies , dann auf Licker ( allerdings in einer maritimen Form ) um es schließlich mit menschlichen Gegnern zu tun zu bekommen , die zuerst ihre Pläne erläutern , damit auch jeder versteht , was da eben passiert ist , um sich kurz darauf in einen Bossgegner zu verwandeln , denen sich die Helden dann stellen müssen . Dabei sind alle handelnde Personen selbstverständlich übermenschliche Helden bzw. Schurken ( es sei denn sie tragen eine Brille , dann sind sie Feiglinge und / oder Verräter ) in hautengen Klamotten , die keinen Schaden nehmen , wenn man sie gegen Wände schleudert , jede Sekunde cool und geben dementsprechende Sprüche von sich oder unterhalten sich über Ereignisse in der Vergangenheit , für die man schon ein echt großer " Resident Evil " Fan sein muss , um sie zu verstehen .   

Von einer Inselatmosphäre , die mich überhaupt dazu gebracht hat den Film sehen zu wollen , ist hingegen wenig zu spüren . Außer einer Fahrt mit dem Schiff und der Endszene , bei der , nicht gerade sehr originell , die Überlebenden am Ufer auf einen eintreffenden Hubschrauber warten , bekommt man davon , dass man sich auf einer Insel befindet , nicht viel mit . Und auch die Gefängnisatmosphäre ist nach wenigen Minuten wieder vergessen , da man sich nach der Führung im Knast sofort in irgendwelchen Gängen und riesigen Räumen befindet , die sich genauso gut in jedem x-beliebigen Umbrella Hauptquartier befinden könnten .   

Die Grafik ist für 2023 noch recht gut gelungen , aber auch nicht so , dass sie den Zuschauer heute noch umhauen würde , was schon zeigt , wie schnell CGI altert . Denn , wenn ich sehe , was Privatpersonen jetzt - Anfang 2026 - dank KI Programmen für fotorealistische Filme herstellen und ins Internet stellen können , sieht dieser - bislang letzte Film der " Resident Evil " Reihe - schon nach 3 Jahren ganz schön alt aus .   

" Resident Evil " Fans können allerdings beruhigt zugreifen und werden wohl kaum enttäuscht sein , denn die animierten Filme der Reihe waren ja schon immer deutlich näher an den Spielen als die nicht gerade heißgeliebten Realfilme . Wenn der Film auch natürlich leider wieder viel mehr für Action steht , als für den Horror , den die ersten Teile der Spiele ausmachten . Doch dass es jemals eine Verfilmung geben wird , die diesen Horror adäquat umsetzt , muss man sich wohl langsam abschminken ... es sei denn ein paar echte Fans drehen so einen Film innerhalb von zwei Tagen mit KI und stellen ihn umsonst bei Youtube ein !

*** Film wurde im englischen Original gesehen !!!

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