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Anne lebt allein mit ihrem Hund in den Schweizer Bergen. Eines Tages merkt sie, dass sie abgehört wird. Und als sich eine Stimme aus ihrem alten Leben meldet, wird sie in eine Verschwörung um die US-Präsidentschaftswahlen 2008 hineingezogen.


Wälder, viel echte Schnee, kondensierender Atem, Stille, wenig Menschen – solche Settings reizen mich immer sehr, daher lockte mich auch dieser Thriller mit dem tollen Plakat trotz der schlechten Kritiken. Die bestätigen sich nicht ganz, aber leider doch fast.


Landschaftlich ist das natürlich über jeden Zweifel erhaben. Die tief verschneite waldige Berglandschaft ist schlicht herrlich und die größte Attraktion des Films. Der Rest kann da kaum mithalten.

Wir folgen durchgehend Anne, anderes, vor allem andere Menschen bekommen wir kaum zu sehen. Kontakte erfolgen zumeist via Telefon und so bleiben die Leute der Leak-Website Silvercloud als auch Killer und Freunde nahezu gesichtslos. Auch deren Aktionen werden uns erst gezeigt, wenn Anne sie mitbekommt. Vermutlich sollte das an der Spannungsschraube drehen, sorgt bei den Ereignissen im vagen Hintergrund aber nur für Verwirrung. Dabei hätte die Story durchaus Potential gehabt.

Leider schafft es Asia Argento aber auch nicht, ihre Figur glaubwürdig zu spielen. Sie schwankt beständig zwischen der Ex-Agentin und der erschrocken-verängstigten Normalbürgerin hin und her, wirkt dadurch für die eine zu tough und für die andere zu verschreckt. Daraus ergibt sich ein zwar nicht uninteressantes, aber letztlich zu unausgegorenes Gesamtbild, das auch im Finale nur kurz zu fesseln vermag.


Thriller mit Potential, der aber an seiner wirren Umsetzung und dem hölzernen Spiel der Protagonistin scheitert.

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