Vor 65 Millionen Jahren wandelte die Menschheit noch lange nicht auf der Erde. Zu dieser Zeit stampften noch die Dinosaurier über die Oberfläche und just damals stürzt ein Raumschiff einer anderen Zivilisation eben dort ab. Überlebende gibt es zwei, Rettungsmöglichkeit nur eine. Und so schlagen sich Mills und Koa durch die Wildnis, umgeben von feindseligen Lebewesen und einer weiteren drohenden Gefahr in Form eines auf die Erde zusteuernden Asteroiden.
Dass die Aliens genauso aussehen wie Menschen und auch deren Sprache sowie Maßeinheiten haben, ist dabei schon witzig. Und natürlich ist der sich anbahnende Asteroid der, der zu der weitreichenden Aussterbewelle damals führte. Wenn schon, denn schon.
Besieht man sich die knackige Laufzeit von netto nicht einmal neunzig Minuten, so ist es am Ende verwunderlich, wie leer der von Scott Beck und Bryan Woods geschriebene und inszenierte Streifen wirkt. Denn überwiegend arbeitet er sich am Einmaleins dieses Szenarios ab. Held hat Trauma, überträgt dieses auf die andere Überlebende, immer wieder greifen Dinos an, Kind verhält sich dämlich, man überwindet Verständigungsprobleme etc. Das ist alles so formelhaft und vorhersehbar gezimmert, dass man hinterher gar nicht viel darüber sagen kann – außer eben genau das. Dramaturgisch ist das ebenfalls spannungsfrei, außer man hat noch nie einen gleichgelagerten Film gesehen und stört sich nicht an diversen Stümpereien (die Sequenz in der Höhle ist einfach ein Fragezeichen).
Immerhin sind die Kreaturen ansehnlich animiert, die Inszenierung der Umgebung dreht sich zum Ende hin schön im Kreis und die Liste an Dingen, die man mal ins Bild gehalten hat und später wieder in Benutzung nimmt wird auch pflichtschuldig abgearbeitet.
Malen nach Zahlen ist „65“, das Abarbeiten einer Liste in dieser Mischung aus Survival-Horror und etwas SciFi. Frei von Überraschungen und dramaturgisch berechenbar bis ärgerlich stapft Adam Driver mit seinem Anhang durch die Wildnis und schleppt das unvermeidbare Trauma mit sich. Dass der Film mit seinem Szenario erstaunlich einfallslos umgeht kostet ihn dann auch jedwede Empfehlung.