7
Es war einmal… das erste echte Smartphone der Welt!
Zwischen 1999 und 2007 gab es für erfolgreiche Geschäftsleute und alle, die dafür gehalten werden wollten, nur ein passendes Accessoire: ein BlackBerry. Dann kam das iPhone.
Matt Johnson macht aus der Erfolgsgeschichte inklusive Hybris und tiefem Fall eine unterhaltsame Business-Satire, die irgendwo zwischen THE SOCIAL NETWORK und THE BIG SHORT angesiedelt ist, auch wenn sie nie deren Niveau erreicht.
Reizvoll wird der Film vor allem durch das Aufeinandertreffen zweier Welten: Die kindlichen, sozial ungeübten Technerds auf der einen Seite und der von Glenn Howerton mit Verve portraitierte Business-Hai Jim auf der anderen. Gegensätzlicher geht es kaum, doch sie kommen nur gemeinsam weiter.
Fazit: Amüsanter Rückblick auf eine tragische Tech-Story.
5
Der Film schwimmt im Fahrwasser solcher Werke wie Social Network (2010), Tetris (2023) oder AIR - Der große Wurf (2023) und schildert die Geschichte vom Aufstieg und Fall der Marke Blackbarry und den Machern dahinter. Inszenatorisch bedient man sich dem Semidokumentarischen Stil wie er in The Office (2001) und hier zu Lande durch Stromberg (2004) bekannt geworden ist. Natürlich gibt es den nostalgisch verklärten Blick auf die späten 90er und frühen 00er- Jahre, Stichwort: Retrohype. Das Team an Techniknerds besteht aus plump überzeichneten stereotypen Figuren die als soziale Außenseiter für das Mainstreampublikumg, als Lachnummer inszeniert werden und zugleich dem Hipsterpublikum als Projektionsfläche der eigenen Einzigartigkeit dienen. Matt Johnson selbst, profiliert sich in seiner Rolle als Übernerd und wirkt wie ein Fremdkörper in seinem eigenen Film. In den letzten 45 Minuten geht dem Film das Tempo aus und er verliert sich in angerissenen Nebenplots.