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Die junge Reality wird im Juni 2017 bei ihrer Heimkehr vom Einkaufen von FBI-Agenten überrascht. Sie wird befragt, ihre Wohnung wird durchsucht. Es geht um die Verletzung ihrer Geheimhaltungspflicht. Reality arbeitet als Übersetzerin für die NSA. Handelt es sich um eine Verwechslung, ein Versehen, einen Kavaliersdelikt oder um mehr? 

Wer sich nicht tagesaktuell mit der US-Politik beschäftigt und beim Namen Reality Leigh Winner nur mit den Schultern zuckt, sollte sich diese HBO-Produktion besser gänzlich unvorbereitet ansehen, um sich selbst nicht die Spannung zu spoilen. Anschließend lohnt sich das Googeln um so mehr. 

Der Clou des Films macht ihn jedoch so oder so sehenswert: Die Dialoge von REALITY folgen eins zu eins dem damaligen Audiomitschnitt des FBI. So werden sowohl peinliche Pausen und Versprecher als auch die scheinbar harmlosen aber letztlich sehr cleveren Fragen der FBI-Agenten wortwörtlich nachgestellt. Das Ergebnis ist eine Art Dokudrama mit fabelhaft authentischen Schauspielern, das eine Intensität aufweist, die nur wenige fiktionale Thriller hinbekommen.

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