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Sigrun tritt eine neue Stelle bei der kränkelnden Baronin Heidenreich an. Ihre Gewohnheiten sind beunruhigend, aber Sigrun ist besessen davon, ihre wahre Identität zu erfahren. Die Baronin leitete die "arische" Kinderkrippe, in der Sigrun 1944 ohne Aufzeichnungen geboren wurde. Bald entdeckt sie ein geheimes SS-Archiv, in dem nur ihre Akte fehlt. Sigrun unterwirft sich langsam den okkulten Praktiken und erfährt schließlich im tragischen Tod ihrer Mutter, die von der Baronin während einer morbiden Séance beschworen wird. Völlig desillusioniert will Sigrun abreisen, als in ihr etwas Unheimliches erwacht und das Unheil seinen Lauf nimmt...

Dass ist durchaus mal eine interessante Story – gerade für das Horrorgenre, in dem seit vielen Jahren komplette Einfallslosigkeit an der Tagesordnung ist und nur mit immer mehr Gewalt versucht wird, die schwachen Geschichten zu kaschieren.

Der Streifen hat eine wirklich schön schaurige Atmosphäre und wirkt dadurch, dass er aus dem Land der Schluchtenscheisser (das ist in dem Falle wirklich liebevoll gemeint, da ich auch einige Österreicher kenne) kommt auch deutlich intensiver, weil keine Synchronisation stattfinden musste.

Meine Erfahrungen mit Filmen aus dem Land des Wiener Walzers sind insgesamt eher überschaubar. Da würde mir zuerst FUNNY GAMES einfallen, der mir damals gut gefallen hat, allerdings mit einem unnötigen Remake versaut wurde. Dann gab es noch ICH SEH ICH SEH, der bei mir eher ES NERVT ES NERVT auslöste und irgend einen Horrorfilm, dessen Namen ich schon vergessen habe.

Ich wusste auch nicht , dass es sich eine Produktion aus diesem Land handelt, als ich ihn bestellt habe (vielen Dank nochmal an SPLENDND für die immer freundliche und schnelle Bemusterung). Wer Probleme mit dem österreichischen Dialekt hat, braucht sich nicht zu sorgen, da die Sprache gut verständlich ist.

Sehr schön ist bereits der Einstieg. Der Vorspann an sich ist eine wirklich gute Idee, die im Laufe von MOTHER SUPERIOR immer wiederkehrt. Auch die Interviews mit Sigrun, die ihre Geschichte bei der Polizei erzählt, sind schick in Szene gesetzt, denn es ist kein Verhör in einem Raum, sondern es wird über einen Fernseher eingespielt.

Am Ende wird es zwar ein wenig arg skurril, aber der Abschluss ist wieder gelungen, wenn auch nicht sooo überraschend, wie die Filmemacherin wohl selbst glaubt.

Wem dieser Streifen allerdings gefallen wird, ist wirklich schwer einzuschätzen, zumal auch der deutsche Horrorfilm, sich alles andere als Beliebtheit erfreut ( in den meisten Fällen leider zurecht). So kann ich hier keine objektive Bewertung abgeben, habe aber die Stärken des Streifen, der auf imdb auch recht ordentlich wegkommt, oben aufgezählt.

Zudem ist der Film nach 70 Minuten vorbei -. genau die richtige Länge, denn sonst hätte es langweilig werden können. Schwer zu empfehlen....weil arge Geschmackssache.










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