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Dom hängt noch seiner Ex nach, als er auf einer Kunstausstellung eines Bekannten Yas kennenlernt. Auch sie hat sich vor Kurzem von ihrem Freund getrennt und so schlendern die beiden durch das südliche London, führen Gespräche, stellen sich Konfrontationen und schildern sich die vergangenen Ereignisse.
Diese werden gerne mal mit Rückblenden bebildert, in welche die Erzählenden einsteigen. Ein netter Kniff dieser in teils leuchtenden Farben gehaltenen romantischen Komödie von Raine Allen-Miller, die hier ihren ersten Spielfilm inszeniert.

Glücklicherweise verzichtet das Skript auf einige RomCom-Zutaten, so bleibt „Rye Lane“ angenehm unterzuckert und flott, bietet eine knallbunte Optik mit einer Kameraführung, die nicht aus dem Lehrbuch wirkt. Das bringt Dynamik ins Bild und ist mal erfrischend.
Gleiches gilt für die beiden Hauptfiguren. Vivian Oparah und David Jonsson bringen Nähe und Lebendigkeit mit, ihnen zu folgen ist ein Selbstläufer. Die Rollen wirken nicht überzogen, die um die beiden Charaktere gestrickte Erzählung gleitet nie ins wirkliche Drama ab und behält stets einen wohligen Charme. Dadurch ist „Rye Lane“ zwar locker und sympathisch, geht aber auch nicht sonderlich tief. Und Colin Firth ist Colin und verkauft Burritos.

„Rye Lane“ ist eine sympathische Angelegenheit mit ebensolchen Darstellern, geht schnell rein und fließt durch die bunten Straßen Londons. Humor kommt nicht zu kurz, ergibt sich aus den Figuren und Dialogen. Der Herzschmerz wird ohne Kitsch verarbeitet und so hat man hier einen erfrischenden Vertreter seines Genres.

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