Mal wieder ein amerikanischer Actionkracher der fühen 90er. Heute mal mit Hamsterbacke Ray Liotta und Allzweckwaffe Lance Henriksen.
Mal sollte sich nicht allzu viel von der Story erwarten, sie ist einfach gehalten, dafür aber verdammt unterhaltsam und damit feines Popcorn-Kino. Es geht um einen aufmüpfigen Militär-Captain namens Robbins, der sich eines Tages selbst ein Bein gestellt hat, indem er seinem Kommandeur freundlicherweise das Gesicht weggeschossen hat. Prompt wird er ins Gefängniss gesteckt, doch auch hier bockt er rum. Letzendlich sieht wohl keiner eine andere Lösung, als den anscheinend unausgelasteten Robbins auf die Gefängsnisinsel Absolom zu verfrachten. Diese ist unglücklicherweise in zwei Lager gespalten. Zum einen die "Insider", welche alle angeblich unschuldig sind und nichts als Frieden wollen, und die "Outsider", eine Horde Wilder. Der Anführer der Guten ist eine gottesähnliche Person gespielt von Lance Henriksen, der Boss der Bösen natürlich ein vollkommen bekloppter böser Bube, der dauern fies grinst und auch sonst eher wenig Verständniss aufbringt. Robbins landet dummerweise zuerst bei jenen Wilden und wird eher unherzlich empfangen. Nach einer geglückten Flucht landet er bei den Insidern, wird dort relativ spät akzeptiert und wohnt nun da. Nur kribbelt es ihn in den Fingern nach einer Flucht, was natürlich eigentlich größenwahnsinnig ist. Glücklicherweise findet sich im Camp jedoch eine Art Wissenschaftler, der gerade rumexperimentiert, wie man den von hier fliehen könnte... na wenn sich das nicht gut trifft! So wird der Plan für ein Boot erstellt, welches für das Radar der Gefängniswärter unerkenntlich sein soll. Nur fehlt ein Teil dafür. Robbins, der anscheinend so lebensfroh ist, dass er schon wieder lebensmüde ist, kehrt ins Lager der Outsider zurück, um jenes fehlende Teil zu holen. Das sehen die Outsider natürlich gar nicht gern und so planen sie wenig später einen großen Angriff auf die Insider, oder besser gesagt, sie wollen in das feindliche Camp einbrechen, alle töten und ein wenig kokeln.
Ray Liotta spielt zwar nicht perfekt, aber irgendwie macht es dennoch Spaß ihm zuzugucken. Komischerweise guckt er nur den ganzen Film über leicht angepisst. Lance Henriksen spielt immer irgendwie eine wichtige Person, die dann doch nicht die Hauptrolle ist, und meistens spielt er seine Charaktere etwas komisch runter, meistens, ohne ihnen ein lächeln auf das Gesicht zu zaubern. Naja vielleicht empfinden das manche als intensive Darstellung. Auf der anderen Seite überzeugt der Film aber durch schnörkellose Action mit viel Peng und noch mehr Bumm. Zwar ist die Darstellung einer Personen wie eben schon erwähnt etwas klischeehaft, aber das verzeiht man. Auch die Spannung wird manchmal gemildert. Aber Größtenteils überzeugt der Film trotzdem und ist unterhaltsamer als manch anderer Actionfilm heutzutage.
Fazit
Zwar ist die Story wirklich nicht der letzte Schrei, aber bei solchen Filmen ist das auch gar nicht notwendig, Hauptsache es ist unterhaltsam. Allerdings ist der Film mit fast 2 Stunden vielleicht etwas lang geworden.
8/10