Review

Die Handlung dieses Filmes siedelt sich bei einer ironischen, fantastischen Interpretation darüber an, wie es Max Schreck, dem Hauptdarsteller des Ur-Nosferatu zu der damaligen Zeit bereits gelang, seine Rolle derart authentisch zu beherrschen.
Der Film zeigt die Handlung aus der Sicht des perfektionistischen Regisseurs Wilhelm Murnau (John Malkovich), welcher einzelne Szenen mit seiner Crew abarbeitet und dabei ebenso aufgrund seines Hauptdarstellers immer öfter auf Komplikationen stösst, was sich im Finale des Films zu einem immer häufiger auftretenden Verlust an Murnau’s Mitarbeitern steigern wird, auch wenn durch diese Darstellung schlussendlich eine groteske Darlegung einer realitätsnäheren Filmproduktion zu Grabe getragen wird.

„Shadow of the Vampire“ lässt also den Dreh des Filmes review passieren, mit dem Aspekt, dass an dieser Stelle Schreck vielleicht in der Tat ein Vampir sein könnte...
Schreck’s Abstammung findet zwar keine komplette Auflösung, jedoch scheint seine Persönlichkeit nicht gezwungenermaßen als Monster konzipiert zu sein, da sich Murnau selbst nicht unbedingt als humaner Arbeitgeber präsentiert, denn auf seiner akribischen Suche nach Authentizität zeigt er gegenüber seiner Crew wegen seines permanenten Dranges nach Höchstleistungen wenig Mitgefühl und lässt lieber Drogen wirken, um die Darsteller ruhig zu stellen und überlässt mehr, oder weniger wahllos Mitarbeiter dem unberechenbarem Hauptdarsteller, damit Murnau seinen Film irgendwie abdrehen kann - einen Sympathie-Träger sucht man in diesem Film vergebens.
Murnau wird damit beauftragt, eine Verfilmung der „Dracula“-Thematik unter dem Titel „Nosferatu“ vorzunehmen. Nach Abschluss der Studiodrehs in Deutschland sollen die Dreharbeiten in Rumänien fortgesetzt werden, wo Murnau’s Crew den Darsteller des „Nosferatu“, Max Schreck (William Dafoe) zum ersten Mal zu Gesicht bekommt. Murnau weist seine Gefolgschaft darin ein, dass es sich bei Schreck um einen Künstler handeln würde, der zur besseren Darstellung seines Charakters auf eine permanente Ausübung seiner Rolle zurückgreifen müsse.

Die Sets des Films sind eigentlich gegenüber der Zeit des Geschehens als angemessen anzusehen, nebenbei gewinnt der Film durch den Einsatz der Kamera-Perspektive einen passenden altmodischen Look.
Ein recht gravierendes Manko des Filmes, ist jedoch dass er sich über lange Strecken hinzieht, ohne wirklich etwas passieren zu lassen, da sich in der Story des Filmes nicht bahnbrechend viel entwickelt und teilweise ganze Szenen als irrelevant und streckend einzustufen sind, will über einen längeren Zeitraum keine Spannung aufkommen, auch wenn William Dafoe einen fantastischen Max Schreck mimt, (wobei von Mimik und Bewegungsablauf, bis über die Erscheinung alles perfekt abgestimmt ist) und einige düstere Drehorte ebenfalls Stimmung aufkommen lassen.
Zwar wäre es übertrieben zu behaupten, dass der Film von Malkovich’s und (insbesondere) Dafoe’s Darstellungen getragen würde, jedoch bietet „Shadow of the Vampire“ faktisch gesehen relativ wenig, worauf jedoch ununterbrochen zurückgegriffen wird, so lenken einige Belange des Filmes eher von der eigentlichen Thematik ab, anstatt sie zu vervollständigen. (6,5/10)

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