Viele Stars und keine Logik: in dieser Verhunzung des Nosferatu-Themas stimmt nichts mehr. John Malkovich als Regisseur Murnau, der nach und nach die Kontrolle ueber sich verliert und am Ende mit seinen ganzen toten Kollegen wahrscheinlich ins Irrenhaus kommt, hat keine grosse Spielfreude. Er guckt zwar immer schon irre, so wie nur Malkovich gucken kann, aber das wars dann auch. Und Willem Dafoe, den man beinahe als Nosferatu nicht erkennt, und dessen deutsche Synchronstimme mal wieder nicht uebereinstimmt, ist da besser: seine Verkoerperung des Vampirs ist prima, und seine Mimik, die Fingerbewegungen, seine ganze Erscheinung geben dem Film seine Kraft, retten ihn jedoch auch nicht mehr.
Udo Kier gibt seine Stelldichein, und wahrscheinlich wird er nur noch in Vampistreifen auftauchen. Macht nichts, seine Charaktervisage ist immer fuer einen Auftritt gut.
Am Peinlichsten ist die Szene, in der eine hysterische Frau mit nackten Bruesten im Bett hin und her rollt und dabei wie von Sinnen schreit. Hier ist der Komikfaktor hoch, aber dem Film eher abtraeglich. Alles in allem: am Ende kommt die Frage nach dem Sinn dieser wohl technisch guten Schmierenkomoedie einem in den Sinn. Wahrscheinlich wollte der Regisseur auf der Vampirwelle a la Blade mitreiten. Das Ergebnis ist jedenfalls nicht herausragend.