Review

High-(Priest-)Budget-Trash


„The Pope's Exorcist“ wirkt irgendwo wie eine mainstreamigere und ungefährlichere Mischung aus „Evil Dead Rise“ und klassischen Exorzismusklischees. Der berühmte und beste Mann des Papstes in Sachen Dämonenaustreibung wird nach Spanien geschickt um einem besessenen Jungen zu helfen - gerät dabei jedoch selbst in die Schusslinie dunkler Mächte…

Ich war überrascht, wie gut „The Pope's Exorcist“ für mich funktioniert hat. Sicher landet er nicht auf den Jahresbestenlisten. Aber ehrlich gesagt hatte ich einen unbrauchbaren Totalausfall erwartet. Dem ist zum Glück nicht so. Das liegt bei mir persönlich an den 80ern und ein paar netten Songs, die anfangs eingebaut werden. An Alex Essoe, die ich seit „Starry Eyes“ nie aus den Augen verloren habe und noch immer gerne sehe - selbst wenn sie jetzt komischerweise innerhalb weniger Jahre laut Hollywood offensichtlich schon als „Mami“ durchgeht. Das liegt an ein paar aufwändigen Sets - dieser Exorzismus hat ein paar Schauwerte, die man in Indieproduktionen nicht sieht. Daran können auch die Vergleiche mit dem aktuellen „Evil Dead Rise“ oder gar „Talk To Me“, die er nur verlieren kann, nichts ändern. Das liegt am durchgängig leichten Augenzwinkern, das auflockert und gut tut. Aber vor allem liegt das an Russell Crowe, der als alkoholtrinkender, dämonenaustricksender und fluchender Oberexorzist endlich mal wieder vollends überzeugt (nachdem er z.B. letztens im neuen „Thor“ zur Lachnummer verkam). Trotz/Gerade wegen seinem italienischen Akzent hier. Vielleicht ist er ja doch bereit für das „Gladiator“-Sequel. „The Pope's Exorcist“ fehlt zwar dennoch Härte, Abgefucktheit und das Besondere, die Computereffekte im letzten Drittel wirken zudem manchmal eher wie aus den 00er-Jahren. Was insgesamt dazu führt, dass nicht in noch höhere Regionen vorgedrungen wird. Dennoch all in all überraschend passabel. 

Fazit: ein exzellent aufgelegter Russell Crowe hievt etwas teurere Exorzismusstangenware in unterhaltsame Höhen - trotz mieser Effekte und wenigen Überraschungen! 

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