iHaveCNit: Indiana Jones und das Rad des Schicksals (2023) – James Mangold – Walt Disney
Deutscher Kinostart: 29.06.2023
gesehen am 03.07.2023 in Dolby Atmos
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 1 – Reihe 8, Platz 17 – 20:20 Uhr
Im Kino wurde ich verarscht. Ich hatte mir ein Ticket für „In Diana Jones“ gekauft und einen Film der Erwachsenenunterhaltung erwartet. Bekommen habe ich jedoch etwas komplett anderes, den 5. Teil der Indiana-Jones-Reihe. Scherz beiseite. Natürlich ist auch der 5. Teil der Indiana-Jones-Reihe bei mir geplant gewesen selbst wenn ich trotz selbstverständlicher Kenntnis der 4 vorigen Teile nie großartig emotional in die Reihe investiert war, aber dennoch meinen Spaß mit der Reihe haben kann, wenn ich mich mal mit ihr beschäftige. Selbst wenn es sich um den vierten Teil handelt, der natürlich nicht mit der vorherigen Trilogie mithalten kann. Aber ich gehe immer mit einer gewissen Portion Vernunft und Respekt an die Filme heran. Und beim 5. Teil sehe ich viele Schritte in die richtige Richtung.
Im Jahre 1969 an Dr. Henry Jones letztem Arbeitstag an einer Universität in New York kommt es zu einem Zwischenfall. Sowohl seine Patentochter Helena Shaw als auch ein Teil unbekannter Schurken treten auf den Plan, nach einem Teil eines Artefakts zu suchen, dass Jones einst mit seinem guten Freund und Vater von Helena, Basil Shaw im zweiten Weltkrieg vor den Nazis gerettet hat. Gemeinsam mit Helena muss er sich nun auf die Suche nach dem weiteren Teil des Artefakts machen, bevor es die Nazis in die unbekannten Schurken in die Hände bekommen um den Lauf der Geschichte zu verändern.
„Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ist ein sehr unterhaltsames Action-Abenteuer geworden, dass mir auf jeden Fall gefallen hat. Die Action kann sich durchaus sehen lassen, das Abenteuer schafft es auch, mich mitzureißen, aber wenn ich zum Beispiel an Ärchaologie im Film denke, ist mir gerade der Faktor der entsprechenden Rätselei und das Untersuchen von Grabkammern ein wenig zu kurz gekommen. In seinem doch rasanten Tempo gibt es doch durchaus den ein oder anderen Moment zum Luftholen, jedoch ist die Handlungsentwicklung auf das Notwendige beschränkt – genau wie auch bei der Charakterzeichnung, die durchaus an der ein oder anderen Stelle Zwielichtigkeit und Ambivalez durchscheinen lässt, aber nicht immer das volle Potential herausholt. So gerne ich Mads Mikkelsen sehe und auch seine Darstellung relativ gut fand, so muss er aktuell aufpassen, nicht zu oft in ähnlichen Antagonisten-Rollen gecastet zu werden. Das worum es letztendlich im Plot geht, fand ich durchaus interessant, selbst wenn die Idee worauf das am Ende hinausläuft auch ins Abstruse abdriften kann, bleibt es dennoch geerdet und bodenständig genug. Selbst die Effekte – auch wenn es um die Verjüngung geht, verlieren nie die Bodenhaftung und haben genug Möglichkeiten ausgenutzt, dass es nicht befremdlich wirkt.
„Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ – My First Look – 7/10 Punkte.