Review

Nicht zu glauben und auch nicht wünschenswert, aber Indy ist zurück!

Ich konnte vor der eigenen Sichtung viel Verdruss vernehmen, vermutlich auch aufgeladen durch den vorherigen Teil. Die Remake-Enttäuschung(en), hier und generell, vor allem durch das kommerziell motivierte Kratzen (und Zerkratzen) an Legenden.

Also war ich ohne Erwartungen an die Sichtung gegangen, die vermutlich beste Ausgangslage. Passables Intro, alles so weit wie in alten Tagen, sogar das Indy-Facelift technisch weitestgehend akzeptabel. "Filmmoralisch" ist letztgenanntes, aber natürlich ein mehr als diskutables (weiteres) Signal! Wie auch immer, ansehnlicher Auftakt bis, ja bis der neue Indiana Jones Streifen, neben genannter technischer Komponente, ein weiteres Mal Opfer seiner Zeit wird. Der Co-Star, 2023 natürlich weiblich und nervi..äh...selbstbewusst, eine Art Shia LaBeouf mit Eiern. Zum Glück schafft Sie es aber blass zu bleiben und so weniger zu stören.

Runterschlucken und weiter geht es, vor allem mit subjektiver Aufarbeitung von vorher umherschwirrenden Kritikpunkten, und nebenbei auch noch guter Unterhaltung.

Ford wird nachgesagt, er wirke lustlos: jenes habe ich nicht so empfunden, ein alter Griesgram war er doch schon immer.

Mikkelsen geht unter, war zu lesen: kann ich so auch nicht teilen, wie immer gut und aufgabenbezogen. Hier: durchgeknallter Physiker(Nerd).

Das Finale: voll ok, die Grundthematik wird einfach konsequent durchgezogen.

Das Ende: ein schöner Schlussstrich, hoffentlich wirklich, mit dann doch wohligem Bauchgefühl.

In dem Sinne: Goodbye Indy, wir werden uns wiedersehen, aber im alten Rahmen.


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