Obwohl Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels bei Kritiker und vor allem Fans eher verhalten aufgenommen wurde, sorgte das gute Einspielergebnis dafür das die geplante Rente nochmals verschoben wurde und mit Das Rad des Schicksals ein fünfter Teil der Reihe um den weltbekannten Archäologen gedreht wurde.
Der Archäologe Dr. Henry „Indiana“ Jones jr. und sein Kollege Basil Shaw aus Oxford werden im Jahr 1944 bei der Jagd nach der Lanze des Longinus von den Nationalsozialisten festgenommen. Shaw wird in einem Zug abtransportiert, mit dem die Nazis um den Astrophysiker Dr. Jürgen Voller geraubte archäologische Schätze vor den heranrückenden alliierten Verbänden in Sicherheit bringen wollen, während Jones vor Ort hingerichtet werden soll. Als er gerade erhängt werden soll, schlägt eine Fliegerbombe ein, woraufhin Jones die Flucht gelingt. Im Zug stellt Voller fest, dass die im Besitz der Nazis befindliche Lanze eine Fälschung ist, wird jedoch auf den Mechanismus von Antikythera aufmerksam, eine Art mechanische Uhr, die vom altgriechischen Mathematiker Archimedes gebaut wurde und mit der man natürlich auftretende Raum-Zeit-Übergänge aufspüren könne. Parallel verfolgt und entert Jones den Zug, überwältigt Teile der an Bord befindlichen Nazis und rettet Shaw, wobei sie Voller die Antikythera abnehmen. Von einer Brücke, die die Alliierten zerstören, stürzen die beiden Forscher schließlich in einen Fluss.
Im August 1969 lebt Jones getrennt von seiner Frau Marion Ravenwood in New York, nachdem sein Sohn Mutt als Soldat im Vietnamkrieg ums Leben gekommen ist. Als Professor hält er seine letzte Vorlesung vor gelangweilten Studenten am Hunter College, bevor er in den Ruhestand verabschiedet wird. Dabei begegnet er seiner Patentochter Helena Shaw – die Tochter seines inzwischen verstorbenen Kollegen Basil Shaw –, die ihn auf das Antikythera-Artefakt anspricht. Jones erzählt ihr, dass dieses von Archimedes angesichts seiner immensen Kräfte in zwei Teile gebrochen wurde und dass ihr Vater vom Mechanismus besessen war. Als die beiden das erste Teilstück aus dem Lager des College holen, werden sie von Handlangern Vollers angegriffen, der jetzt als „Dr. Schmidt“ für die NASA arbeitet. Helena entkommt mit dem Teilstück; Jones gelingt es, seine Verfolger in einer Parade, mit der der Erfolg der Apollo-11-Mission gefeiert wird, abzuschütteln. Von nun beginnt eine Jagd um die Welt....
Obwohl außer Frage steht, das auch der fünfte Film der Reihe seine Momente hat, handelt es sich innerhalb dieser, um den schwächsten Beitrag bisher. Dabei füllt Harrison Ford seine Paraderolle ohne Probleme erneut aus und Phoebe Waller-Bridge überzeugt als taffe Powerfrau. Zudem ist Mads Mikkelsen als Bösewicht eine sichere Bank. Dazu kommen einige schöne Anspielungen bzw Referenzen zu den anderen Filme der Reihe.
Hier liegt aber auch der Krux an der Sache bzw dem Film. Denn so wird versucht fehlenden Einfallsreichtum oder Originalität zu übertünchen, was aber nur bedingt gelingt. Gerade die fade Begründung, weshalb der im Vorgänger von Shia LaBeouf gespielte Charakter Mutt Williams nicht mehr auftaucht, hinterlässt einen faden Nachgeschmack.
Immerhin bekommt man aufwendige Action geboten, die aber nicht immer hundertprozentig überzeugend getrickst ist. Etwas enttäuschend und wohl auch letztendlich bezeichnend kommt das Finale daher, da auch hier trotz großen Aufwand eher Langeweile vorherrscht.
So reicht es auch nur für wackelige 6 Punkte, welche auch nur mit ein zwei Augen zudrücken zustande kommen. Kann man also nur hoffen, das angesichts des rapiden Abwärtstrendes, die Rente für Indie endgültig bleibt.