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In den rasanteren Passagen kommt tatsächlich so etwas wie ein gutes, altes Indy-Feeling auf - damit hätte ich ehrlich nicht gerechnet. Stountdouble (und Deaging-CGI-Tricks in der Eingangssequenz) holen nochmal das Letzte aus dem mittlerweile achtzigjährigen Harrison Ford raus. Nur an manchen Stellen macht sich wieder dieser Mief von Kathleen Kennedy bemerkbar, wie sie ursprünglich wieder einmal einen gealterten Helden durch eine jüngere weibliche Version ersetzen wollte, was bei Testvorführungen beim Publikum gnadenlos durchfiel und mittels aufwendiger Nachdrehs abgeschwächt werden musste. Der fertige Film kommt gemessen daran erstaunlich robust rüber. Nur bei den letzten 20 Minuten werden Indy-Puristen - wie schon zuvor bei Teil 4 bei den Aliens - entnervt mit den Augen rollen. Alle früheren Erfolgsformate von Lucasfilm wurden nun ausgeschlachtet - und was nun?