Review

Ein absoluter Höhepunkt bei der Cannon Produktionsfirma. " Night Hunter " ist neben " American Fighter " der beste Film mit Michael Dudikoff und Regisseur Sam Firstenberg hat sich hier selbst übertroffen. Das Drehbuch stammt von James Booth und dürfte ausschlaggebend für " Harte Ziele " 1993 gewesen sein, denn die Story hier ist ähnlich. Man sieht auch, dass bei dem Film kaum Kosten oder Mühen gescheut wurden und man sich durchaus schon im A-Bereich bewegt. Traurig ist nur, dass der Film bis jetzt kaum im Fernsehen ausgestrahlt wurde, oder man sich mal um eine deutsche DVD Auswertung bemüht hat. Aber die niederländische DVD hat ein gutes Bild, deutschen Ton und ist somit wärmstens zu empfehlen.
Story:
Ex CIA Agent Matt Hunter ( Michael Dudikoff ) besucht in New Orleans seinen alten Kumpel Larry ( Steve James ), welcher in der Politik tätig ist. Dadurch hat er Probleme mit der rechtsorientierten Gruppe Pantangle, unter der Leitung des fiesen Glastenbury. Nach mehreren Anschlägen ist Larry und seine komplette Familie tot und Matt´s kleine Schwester wurde von der Organisation gekidnappt. Nun muss sich Matt einem tödlichen Jagdspiel stellen, welches bis jetzt noch Keiner überlebt hat.

Die Story dürfte später Actionregisseur John Woo inspiriert haben sein " Hard Target " zu drehen. Es sind doch viele Parallelen zu erkennen, nur dass es bei " Night Hunter " noch etwas mehr politisch wird. Schon allein für die solide Story muss man Cannon loben, obwohl hier die Selbstjustiz wieder glorifiziert wird, doch wir befinden uns ja in den 80ern. Außerdem ist das Spannungsniveau für so einen Film ungewöhnlich hoch, auch da selbst sympatische Personen den Tod finden.
Die Kulissen sind gut in Szene gesetzt, ob auf der einsamen Ranch, in New Orleans, oder in den Sümpfen von Louisiana, man findet immer den stimmigen Hintergrund. George S. Clinton´s Score ist richtig fetzig, abwechslungsreich und könnte teils auch einem Horrorfilm als Untermalung dienen, da einige Sounds auch unheimlich sind.
In der Action hat man alle Register gezogen. Die vielen Nahkämpfe kommen fast ohne Martial Arts aus und funktionieren nach dem Old School Prinzip. Spektakulär sehen sie trotzdem aus und ziemlich hart dazu. In den Shootouts gibt es viele blutige Einschüsse. Hinzu kommt noch eine Autoverfolgungsjagd, wo diesmal die großen Blechschäden leider ausbleiben. Höhepunkt ist ganz klar die finale Hetzjagd durch den Sumpf, wo die Jäger mit Masken und verschiedenen Waffen ihren Opfern auflauern. Natürlich gibt es auch wieder den Verräter innerhalb der CIA, welchen man auch recht leicht deuten kann. Trotzdem wartet Firstenberg mit der Auflösung bis ganz ans Ende. Insgesamt bleiben hier keine Wünsche offen und vor allem Diejenigen, die Fights sehen wollen, werden hier bestens bedient.
Michael Dudikoff schauspielert hier etwas mehr als in " American Fighter ", doch richtig gelernt hat er es immer noch nicht. Aber er wirkt einfach sympatisch und gibt in der Action eine gute Figur ab. Genau das Selbe gilt auch für den Hünen Steve James. Die restlichen Darsteller bewegen sich alle auf gutem Niveau, keine Totalausfälle. Auch die verschiedenen Charaktere der Fieslinge können punkten.

Fazit:
Eigentlich der beste Cannon Actioner. Solide Story mit der typischen unkorrekten Politik, spannend und ohne Längen umgesetzt. Die brutale Action lässt keine Wünsche offen und bietet viel Abwechslung. Kulisse und Score sind perfekt, die Darsteller füllen ihre Parts gut aus. Es stimmt eigentlich alles, daher gebe ich auch gute 8,5 Punkte.
Auch wenn die DVD nicht ganz billig ist, holt sich euch !

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